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This is -written in German- the first book about the Swiss poet & movie maker MATTHIAS ZSCHOKKE.

The booklet will give an introduction to Zschokke's work & world.

The voluminious bibliography offers a lot of reviews, may be a basis for the academic discourse.

A list of biographic dates completes the booklet.

"No, Mr Zschokke doesn't belong to the herd of writers for the moment... Already in the first book he has found his personal & unique language, and his very own sound makes Zschokke under the authors of his generation to an exponent of the new German-speaking literature in the eighties and nineties. Zschokke will be read in the next century, too."




Dies ist das erste Buch über den Schweizer Dichter & Filmemacher MATTHIAS ZSCHOKKE.

Das Libell will eine Hinführung, Einführung & Verführung zu Zschokke sein. Nicht mehr - nicht weniger.

Die umfangreiche Bibliographie weist Materialien für weitere Studien über Zschokke nach, mag eine Basis für den akade-mischen Diskurs bilden.

Eine biographische Zeittafel rundet das Libell ab.

"Nein, zur Herde der Augenblicks- Schriftsteller gehört dieser Matthias Zschokke nicht... Bereits im ersten Buch hat er unverwechselbar seinen Stil gefunden, und sein ureigener literarischer Ton macht Zschokke unter den Autoren seiner Generation zu einem Exponenten der neuen deutschsprachigen Belletristik in den achtziger und neunziger Jahren."

(Niels Höpfner)



Über Matthias Zschokke

*1954 in Bern


Prosa:
Max (1982)
Prinz Hans (1984)
ErSieEs (1986)
Piraten (1991)
Der dicke Dichter (1995)


Theater:
Elefanten können nicht in die Luft springen, weil sie zu dick sind -oder wollen sie nicht- (1983)
Brut (1986)
Die Alphabeten (199o)
Der reiche Freund (1994)


Film:
Edvige Scimitt (1985)
Der wilde Mann (1988)
Erhöhte Waldbrandgefahr (1996)



Über den Verfasser

Niels Höpfner, *1953, lebt als freier Autor in Köln und anderswo. Buchveröffentlichung:
Die Hintertreppe der Südsee, Köln: Braun 1979 (Theaterstücke, Hörspiele, Aufsätze)





























Für Otto E. Mezzo-
"auf den Knien meines Herzens"

























N i e l s H ö p f n e r












ZSCHOKKE

E i n s a n f t e r R e b e l l















Matthias - Zschokke - Bibliographie
1981 - 1996








































© 1996 by the Author
Cologne/ Germany
Contact: Phone & Fax +49 221 526o56

Foto: © 1985 Niels Höpfner


Technical Support:

Dr Digby L. James,
GB - Oswestry / Shropshire
Michael Mross, D - Köln


Internet Support:

Harp NetService
Ragman's Rake


Homepage Editor:
Friedhelm Maria Leistner , D - Kiel F.Leistner@kiel.netsurf.de


First Day of Publishing:
1996, 29th Oct

ALL RIGHTS RESERVED






















INHALT

Max
Prinz Hans
Elefanten können nicht in die Luft springen,
weil sie zu dick sind -oder wollen sie nicht-

ErSieEs
Edvige Scimitt
Brut
Der wilde Mann
Die Alphabeten
Piraten
Der reiche Freund
Der dicke Dichter



Matthias-Zschokke-Bibliographie


Zeittafel
































Matthias Zschokke




MATTHIAS ZSCHOKKE

























...wir zerschellen an uns, zerbersten, zersplittern am Traum, halten uns nieder im Wunsch, sehnen, sehnen, sehnen, und kein Leben.

MATTHIAS ZSCHOKKE, BRUT












M it einem Paukenschlag betrat er die literarische Szene- der (am 29. Oktober) 1954 in Bern geborene Autor Matthias Zschokke: nach einer Lesung im Frühjahr bei den "Solothurner Literaturtagen" wurde ihm am 22. November 1981 für seinen erst im folgenden Jahr (!) erschienenen Roman Max der mit 2o ooo Schweizer Franken dotierte Robert-Walser-Preis der Stadt Biel und des Kantons Bern verliehen. Matthias Zschokke ist ein Nachfahre des eidgenössischen Schriftstellers Heinrich Zschokke (1771-1848), der ein zigbändiges OEuvre verfaßte (ein noch heute bekannter Titel: Hans Dampf in allen Gassen) und Kleists Zerbrochnen Krug initiierte, der außerdem ein großer liberaler Demokrat war.






Max

Lesern mit konventionellen Lektüre-Gewohnheiten dürfte Max wie ein epischer Trümmerhaufen vorkommen. In Wirklichkeit jedoch handelt es sich bei dem Buch um eine höchst kunstvolle Zertrümmerung des literarischen Phänotyps "Roman". Adorno hat, Hegel vom Kopf auf die Füße stellend, in Zusammenhang mit Literatur einmal geschrieben: "Das Ganze ist das Unwahre."
Ein changierendes Vexierbild: um sich an ihre vielfältige Eigentlichkeit vorsichtig heranzutasten, hat der Autor seine Figur Max episch atomisiert, dem Leser wird es überlassen, sie sich selbst wieder zu synthetisieren. Vor aller Augen knetet Zschokke aus dem Werkstoff Sprache sich einen Max zurecht, lesend nimmt man teil am Aufbau dieser Person, an dem Prozeß ihrer Kreation, und nie ist oder wird Max eine fix und fertige Romanfigur, der Autor hat sich als Ziel gesetzt, allenfalls eine größtmögliche Annäherung an sie zu erreichen, weil er davon überzeugt ist, daß Menschen nicht bis zum letzten Grund auslotbar sind (und bestimmt nicht zwischen zwei Buchdeckeln). Das Problem der "Identität". Max oder: ein Enkel von Gantenbein.
Max. Wer ist dieser Max? Ohne Zirkelschluß umkreist ihn der Autor in immer wieder neuen Anläufen: Max "schläft den ruhigen Bürgerschlaf, den bei gleichmäßigem Regen". ..."Max ist nicht männlich-schön, Max ist bürgerlich-schön, unauffällig, mehr rein, mehr sauber als schön. Er denkt viel über sich nach, wie gesagt, und er möchte gern anders sein. Wie alle." ..."Max kann tun und lassen, was er will, er wirkt immer so wie Öl auf Wasser. Er breitet eine geordnete, überschaubare Atmosphäre um sich aus/ wenn er die Bar betritt, sind die Rocker schon weg/ wenn er zur Hure geht, hat sie keine Syphilis/ wenn er beim Griechen ißt, ist das Fleisch frisch/ wenn er vergewaltigt wird, ist der Vergewaltiger liebenswert..." ..."Waschlappen nannte man so einen früher, und Max war auch wirklich wie ein nasses Tuch, nur tropfte er nicht und war auch angenehmer anzufassen."
Max ist eine "Zeit-Erscheinung" und dreiundzwanzig Jahre alt. Er hat bereits eine Zukunft als Schauspieler hinter sich. Vom Theater ist er abgegangen, weil er nicht glaubte, "Menschen seien durchschaubar, auffächerbar, zerlegbar, auffädelbar". Die Bühne mit ihrem verstaubten schönen Schein, mit ihren aufs Stichwort dressierten Akteuren kam ihm vor wie ein Exerzierplatz der Lüge: "Das Theater ist eine böse Institution, weil das Theater das Chaos nie zugeben wird, weil das Theater immer gegen Anarchie sein wird."
Ja, so eine Prise Anarchie und Chaos vermißt Max schmerzlich, in dieser verordneten Ordnungswelt mit all ihren Ordentlichkeiten. Er rafft sich auf zu kleineren Protesthandlungen: klebt Fahrkartenautomaten mit Leim zu, zeigt einem Kontrolleur nicht sein Billett vor, läuft bei Rot über die Straße, klaut im Warenhaus Streichhölzer, verbrennt seinen Paß, trägt "den Kopf nicht mehr auf Verbotshöhe". Aber: "Er ist kein Held geworden."
Bisweilen träumt dieser Max mit dem so komplizierten Innenleben sogar davon, in die Niederungen des Gewöhnlichen hinabsteigen zu können: "Ich müßte nicht individuell sein, ich müßte nicht originell sein, ich müßte nicht mehr darüber nachdenken, wie ich mich wohl von der Masse absetzen könnte, ich dürfte Masse sein, ich dürfte einfach so vor mich hinleben... Ich hätte nie mehr das Gefühl, daß ich mit Leuten zusammensitze, die alle viel klüger und viel sensibler und viel menschlicher sind als ich..." Gegen Ende ist Max "nur noch ein Zustand. ...Man spürt ihn kaum noch. Riecht ihn nicht. Er hüllt seinen Geruch in einen langen Mantel". Trotzdem gibt Max sich nicht auf: "Max kennt einen, dem es schlechter geht. Mit vollem Namen. Max ist zuversichtlich."
Die Schlußpassagen des Romans sind achtmal überschrieben: "Letztes Kapitel"- den Geist Max, den er rief, wie wird er ihn bloß wieder los, sein Autor? Eulenspiegel Zschokke läßt Max einen "großen, beliebten" Volksschauspieler in Neu Delhi werden, läßt ihn von einem Auto überfahren werden, läßt ihn von der Lava des Vesuvs zugeschüttet werden, damit er als freudloses Exemplar des heutigen Homo sapiens der Nachwelt erhalten bleibe, läßt ihn sich ein Bein amputieren ("Durch Verkürzung der Extremitäten hoffte er, einen reibungslosen und dynamischeren Blutkreislauf zu erreichen..."), läßt ihn schlicht verhungern, erschießt ihn schließlich, steckt ihn in Abfallsäcke und wirft ihn in einen Container zum Müll.
Wie eine Marionette zappelt die Romanfigur Max an den Fäden ihres Herrn und Meisters. Spielerisch-graziös behandelt der Autor auch seine Leserschaft, die, wie bei Jean Paul oder Laurence Sterne etwa, von ihm oftmals direkt angesprochen wird: "Ich bitte Sie höflich, nicht immer zu lachen. Ich tue meine Arbeit und Sie tun Ihre, und es gibt nichts zu lachen." Oder eine andere Fopperei: "An dieser Stelle hat sich mancher Leser erhoben und will wissen: ,Was ist jetzt?' ,Was ist mit Max, was tut er, was soll er?' Solchen Wissensdurst werde ich nicht löschen. Ein gelöschter Durst ist kein Durst." Prompt folgt ein eleganter Exkurs zum Thema "Wissensdurst", der von den "staatliche(n) Wissensdurstentzugsanstalten wie Schulen und Universitäten" handelt- aus nicht weiter Ferne lacht Karl Valentin herüber.
Zschokke hat erhebliche Vorbehalte gegenüber der epischen Erzählbarkeit: "Ich darf nicht einfach Geschichten erzählen. Lest den Grünen Heinrich... durch Eingriffe von außen, vom Staat, nein, von der Wirtschaft, wird jede Geschichte so geschüttelt und zerfetzt, daß es gelogen ist, diese in einem Buch " Wie so oft bricht der Autor mitten im Satz ab, bekennt sich auf diese Weise ausdrücklich zu einer Kunst des Fragmentarischen (Thomas Bernhard in Alte Meister : "Die höchste Lust haben wir ja an den Fragmenten, wie wir am Leben ja auch dann die höchste Lust empfinden, wenn wir es als Fragment betrachten, und wie grauenhaft ist uns das Ganze und ist uns im Grunde das fertige Vollkommene."), die ja überhaupt bezeichnend ist für seine chaotisch-anarchische Schreibmethode, die denselben Ursprung hat wie Maxens Theater-Ekel, aber -paradox genug- trotz aller epischen Zersplitterung (oder gerade i h r e twegen) gewinnt der sogenannte Roman eine große Komplexität. Zschokke: ein Dekonstruktivist, ein "Zerneuerer". Sein Schreibprinzip: "Verweigerung als Stil" (Heinz F. Schafroth).
Max ist also auch ein Traktat über die Kunstform "Roman", ist ein Roman-Roman. Zschokkes Wahrheitsanspruch erzwingt die Zerstörung künstlerischer Geschlossenheit, da der Autor kein pseudoharmonisiertes Weltganzes vorlügen will. Was anfangs vielleicht aussah wie eine gezielte Vernichtung von Literatur, entpuppt sich schließlich als ihre radikalste Rettung: in einer kaputten Welt kann ein moderner Schriftsteller (heute und futurisch) eigentlich nur noch Scherbensammler sein. Darum ist für Zschokke "Welt" auch nicht griffig-greifbar (und erst recht nicht mit Wörtern und Worten), ihn plagt ein fundamentaler Weltzweifel, aber als Humorist, der er ist, rettet ihn sein Witz vor Weltverzweiflung.
"Zschokke ist ein durchtriebener Kannitverstan, der jeden bei Blindheit und Gedankenlosigkeit ertappt", schrieb Hartmut Schulze im "Spiegel". Zahllose hintersinnig-vertrackte Sätze in dem "Anti"-Roman Max bestätigen diese Feststellung: "Wir haben lesen gelernt, um lesen zu können, nicht um zu lesen. ...Meistens versucht Max, Judith zu zeigen, daß er sie liebe, anstatt sie zu lieben. ...Ich will jemand sein. Jeder muß jemand oder zum mindesten wie jemand sein, sonst liebt ihn keiner. ...Jeder macht sein Gesicht, Gesichter sind nicht. ...Man darf gewisse Dinge nicht denken, sonst fällt die ganze Welt zusammen, und wir, die wir die Dinge gedacht haben, wir stehen zuunterst, und auf uns fällt die ganze Welt. Die zuoberst zu liegen kommen, die kommen mit dem Schrecken davon, lauter verdatterte Akademiker und Hauptmänner, aber wir, wir werden zerdrückt werden, und das muß so sein." Solche gespielt-naiven Sätze, die im Erstaunen über den Zustand dieser Welt gründen, im philosophischen T h a u m á z e i n, könnten auch bei Robert Walser stehen. Von diesem unterscheidet sich Matthias Zschokke jedoch wesentlich durch die rigide Auflösung der epischen Struktur in seiner Prosa.
Zschokkes Max erlebte einen Hymnenhagel der Kritiker. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" allerdings unternahm der Rezensent einen literarischen Totschlagversuch, auf den der Kritiker Wolfram Schütte in der "Frankfurter Rundschau" süffisant replizierte: "Ein Buch, an dem sich schon mancher, wie ich lese, die Zähne ausgebissen hat; oft schüttelt Unverständnis den Kopf. Wer schulmeisterlich den erhobenen Zeigefinger aus der Vertikalen in die Horizontale herunterzirkelt und dieses Romandebüt abweisend von sich weghält, dem dreht es Nasen, dem schneidet es Fratzen, dem antwortet es mit Faxen."
In seiner dreispaltigen Eloge zieht Wolfram Schütte eine interessante formgeschichtliche Parallele mit seinem Hinweis auf "romantische ,Verwilderung (Brentanos Godwi)". Und tatsächlich: so mancher Theorieaspekt in Friedrich Schlegels poetologischen Schriften könnte ebenso für Zschokkes Prosa gelten, was nicht weiter verwundern muß, denn auch schon die Dichter der Romantik waren "Junge Wilde", Opponenten gegen eine versteinerte Klassik.
In Zusammenhang mit Max bleiben noch zwei Merkwürdigkeiten zu erwähnen: Die konservative Berner Tageszeitung "Der Bund" druckte Zschokkes Erstling in Fortsetzungen- ein bei experimenteller Literatur sehr ungewöhnlicher Vorgang. Zudem ging von Max mutmaßlich eine unmittelbare literarische Wirkung aus. Der Schriftsteller Rainald Goetz besprach das Buch enthusiastisch, seinen avantgardistischen Charakter betonend: Es "ist ein Schritt heraus aus den... etwas abgetrampelten Wegen, in Richtung auf eine diesen Jahren adäquate Literatur" ("Deutschlandfunk", 22. August 1982). Die Rezension endete mit dem Satz: "Ich jedenfalls habe den Roman von Matthias Zschokke mit dem größten Gewinn gelesen." Dieses Eingeständnis findet seine Bestätigung in dem Goetz-Roman Irre (erschienen 1983), dessen dritter Teil ohne vorherige Lektüre von Max kaum geschrieben worden sein könnte.



Prinz Hans

1984 veröffentlichte Matthias Zschokke, gefördert vom Deutschen Literaturfonds, sein zweites Buch Prinz Hans. Im ersten Teil liest es sich wie eine Fortsetzung von Max. Die Titelfigur ist zweifellos ein Bruder von Max, wenn nicht gar sein Zwilling- auch er ein Flaneur, der mit Kinderaugen durch die Welt spaziert: verwundert... erschreckt... verwundet.
Von seinem sozialen Status aus gesehen, kein imposanter Mensch, dieser Hans: "Er ist Angestellter eines Tabak-, Zeitungs- und Spirituosenhandels, wo er viermal die Woche um halb sechs die Tore, das heißt die Tür öffnen muß, um danach zehn Stunden ohne Unterbrechung im Verkauf tätig zu sein. Das trägt seinen bescheidenen Unterhalt. Auf Grund seines Dienstplans hat er oft zu den Zeiten der Arbeitslosen frei und sieht viele davon."
Trotzdem (und eben darum) adelt der Autor seinen Hans ironisch zum Prinzen hoch, denn "nur Prinzen und Könige können die Welt so hochnäsig negligieren, weil sie ihnen gehört. Was einem gehört, das bemerkt man nicht. Ihm steht eben auch die Welt zu und deren Liebe, drum vergißt er sie". Nun, so ganz schnell vergißt Hans die Welt denn doch nicht, aber zwischen ihr und ihm scheint sich eine dicke Panzerglasscheibe zu befinden. Für Hans, den "Rotzbub mit einem Kassandrawissen" (Zschokke), könnte auch gelten, was Claudio in Hofmannsthals Der Tor und der Tod übers Leben sagt: "Bin freilich scheinbar drin gestanden,/ Aber ich hab es höchstens verstanden,/ Konnte mich nie darein verweben./ Hab mich niemals dran verloren."
Auch in Zschokkes zweitem Buch Prinz Hans finden sich wiederum unzählige köstliche Beobachtungen und Reflexionen von melancholischem Witz. Etwa: "Wenn einer aus dem fahrenden Zug springt, gibt das eine ein- bis zweistündige Unterbrechung; deswegen läßt man ungern jemand springen. Man hält einander an der Jacke fest. Wenn einer v o r den einfahrenden Zug springt, geht man wieder hoch und kann einen Bus nehmen, der schnell von übergeordneter Stelle zur Entlastung hindirigiert wird. Darum macht das nicht soviel aus. Sehen möchte man es nicht. Man erschrickt." Oder: "Jeder hat die Möglichkeit, auf die Höhe der Zeit zu gelangen, er soll sich bloß nicht anstellen. Der Zeitgeist wartet nicht. Der schreitet voran. Springen Sie auf, oder versteinern Sie in den Regalen für Zurückgebliebene!"
Ein (glückliches) Max-Déjà-vu-Erlebnis stellen ebenfalls die Selbstkommentare des Autors dar, die sein Schreiben begleiten: "Weigert sich noch jemand, bunte Geschichten zum besten zu geben? Dieses Erzählungsgefährt wird dann schon wieder in Fahrt gebracht, das wird versprochen." Oder: "Die hintere Neonröhre links muß flackern, weil sie erwähnt werden will." Aber Prinz Charme treibt den Flirt mit seinen Lesern noch weiter, liebenswert-dreist, indem er eine Max-Repetition unverhohlen eingesteht: "Jetzt staunen Sie, wie ich mich frech wiederhole, über die unverschämte Tatsache, daß türkische Musik in den Hans wie in den Max hineinließt, das Gewaltige der Wiederholung..."
In Max hatte Zschokke ein diskontinuierliches Erzählen auf die Spitze getrieben, indem er epische Trümmerstücke ziemlich aleatorisch montierte (so erschien es zumindest), in Prinz Hans reiht er längere Episoden aneinander, um einen größeren epischen Bogen zu erreichen.
Ab Seite 134 von Prinz Hans setzt sich die Prosa fort mit einem Theaterstück, das sich als eine feine Kostbarkeit herausstellt. Unter dem Mammut-Titel Elefanten können nicht in die Luft springen, weil sie zu dick sind- oder wollen sie nicht-
hat am 1o. Mai 1986 im "Theater zum westlichen Stadthirschen", einem Berliner Off-Theater, die Uraufführung stattgefunden. Der Kritiker Heinz Ritter urteilte: "Ein vielschichtiges, bizarr versponnenes Stück von hohem intellektuellen Reiz und subversiver Komik."
Das Stück spielt in einem sogenannten Loft, in einer ausgedienten und nicht gerade sehr komfortablen Fabrikhalle. Hier versammelt sich außer Hans, der nun graubündnerisch-poetisch Gionandris heißt, ein Rest der Jeunesse, die schemenhaft bereits in der vorangegangenen Prosa auftauchte: zum pirandellesken Rollenspiel finden sich ein die beiden jungen Frauen Leta und Zaira, gemeinsam mit einem Mann ihres Alters, der fortan die Hauptperson darstellt, namens Seume. Letzterer ist biographisch nicht identisch mit dem Dichter Johann Gottfried Seume (1763-181o), der den Spaziergang nach Syrakus im Jahre 18o2 schrieb, aber sicher ist die Namengebung eine Hommage für einen außenseiterischen Lieblingsdichter Zschokkes.
Das Fabrikhallen-Quartett inszeniert sich in seiner öden Behausung eine neue und buntere Welt, denn die, die existiert, läßt sich nicht ertragen, muß überspielt werden. Bei "bitterlicher Kälte" träumt man sich fort ins Indische, ins wahrhaft "Prinzliche", hinüber zu Licht und Glanz- allen Störungen zum Trotz: obwohl "ein höflicher Mensch" Flugblätter verteilt und zu absurden Polit-Demonstrationen einlädt, obwohl ein Nachbar, der "Herr Riemer" (das wandelnde Prinzip Banalität), blödeste Außenwelt hereinzuschleppen versucht und obwohl sogar Gevatter Tod (als elegant-blasierte Allegorie) ein- und ausgeht (und sein Theater-Comeback feiert), ganz zu schweigen von einer Figur, die im Personenzettel des Bühnentextes "Jemand Bläuliches" heißt und (für die Akteure unsichtbar) destruktiv sich gebärdend, eine Art Assistent des Sensenmannes ist.
Beim Spiel des Quartetts geht es wirklich um alles: ums Leben. In der Tat findet ein Überlebens-Spiel statt, ganz im Gegensatz zu den Mätzchen, die ein ungebetener Gast-Clown darbietet: was der vorführt, ist lediglich L'art pour l'art, das sind nur mit viel Schweiß eingeübte und im Grunde dämliche Kunst-Stückchen.
Wie bewundernswert dagegen die Imaginationskraft der existentiellen Traumspieler! Sie schaffen es sogar, daß sich der ursprüngliche Beckett-Endspiel-Raum in ein paradiesisches Grün verwandelt. Und wenn dennoch am Schluß der Tod, zusammen mit seinen Schergen, abernten will, hat er damit doch erhebliche Schwierigkeiten: "Die bläuliche Person klappert nachdenklich mit den Zähnen, der Tod probiert verblüfft noch einmal sein Tänzlein." Zwar hat er Zaira bereits kassiert (sie wurde -in konkretem Wortsinn- von einem Geldsack erschlagen), aber das verbleibende Trio singt ihn (höchstwahrscheinlich und hoffentlich) t o t, "zu einer jämmerlichen Cellobegleitung" von Gionandris, dem "Prinzen" Hans.
Der Reichtum des rätselhaft-luziden Zschokke-Stückes läßt sich nicht in wenige Worte fassen: seine Heiterkeit, seine Trauer, sein Witz, seine Skurrilität, seine Naivität, seine Klugheit, ja, seine Weisheit. Ein riskanter Vergleich soll gewagt werden: Matthias Zschokkes Theaterstück hat eine ähnliche literarische Qualität wie Georg Büchners vor ungefähr 15o Jahren entstandenes Bühnenwerk Leonce und Lena.



ErSieEs

1986 erschien Zschokkes drittes Buch ErSieEs, und damit wäre eine eigentlich nie beabsichtigte Berliner Trilogie komplett, denn Berlin, wo der Autor seit 198o lebt, bildet in allen drei Bänden die Kulisse.
Die formale Demontage der Literatur hält sich bei Zschokkes Buch ErSieEs in Grenzen. Seine Erzählstruktur wirkt weniger struppig als in den vorausgegangenen Veröffentlichungen, aber es bleibt noch genug Widerborstiges übrig, um die Lust an labyrinthischer Lektüre zu befriedigen.
Der Buchtitel bezeichnet die wundersame Eigenschaft einer der Hauptpersonen, ist abgeleitet von ihrem Namen, der Ersiës de Glych lautet. Das klingt geheimnisvoll türkisch-flandrisch, meint jedoch nichts anderes als ErSieEs, der Gleiche. Wieso ErSieEs? Warum der Gleiche? Mit Ersiës hat es eine besondere Bewandtnis: diese Person kann maskulin u n d feminin sein, ist ein Weib-Mann: "Oft ist sie eine Frau. Das Männliche, was hin und wieder durchglitzert, ist das übliche."
Es handelt sich keineswegs um einen transvestitischen Roman, auch nicht um einen transsexuellen wie etwa bei Virginia Woolfs Orlando, wo ein junger Mann innerhalb einer Zeitspanne von drei Jahrhunderten, selbst jedoch nur um zwanzig Jahre gealtert, sich schließlich in eine Frau verwandelt. Zschokkes Ersiës besitzt die faszinöse Fähigkeit, permanent zwischen den sexuellen Polen zu oszillieren, wird also auch vom Autor konsequent -wie Goethes Mignon- einmal als "sie" apostrophiert und dann wieder als "er". Aber Ersiës ist realiter kein Zwitter, sondern allenfalls zerebral: Metamorphose des Geschlechts ad libitum (und sei es nur die Projektion der anderen), denn Ersiës ist eine K u n s t f i g u r .
Schon als Es war Ersiës ein höchst merkwürdiges Balg: "Als Kind hatte sie Turnschuhe und dünne Beine, -vielleicht HAGERE?-, mehr zur Täuschung, denn bewegt hat sie sich nicht besonders sportlich, nie und heute muß sich Ersiës eben einiges gefallen lassen, weil sie ungehörig wenig weiß von dem, was zur Zeit wahr ist. Sie hat sich einmal ein Lexikon gekauft von 19o4, jetzt weiß sie meistens das Verkehrte oder das Halbe oder gar nichts."
Und wer ist diese/r Ersiës als erwachsene Person? Zumindest ist sie ziemlich dubios. Das fängt schon an bei den genannten Geburtsdaten, die alle verschieden sind. Und Ihr Beruf, meine Dame, mein Herr? Einer aus dem Bekanntenkreis meint: "Er wisse es auch nicht genau, aber er glaube, sie sei Lehrerin für ausgestorbene Sprachen. ...Manchmal schreibe sie Zeichen auf ein Papier, die niemand entziffern könne. Die nenne sie altphilologisch... Zu Korinth sagt sie Düsseldorf. ...Dann wieder sagt sie am Ufer eines der kleinen Dreckseen: ,Das ist mein tyrrhenisches Meer', oder so ähnlich, nur weil grade auch ein Mond drüber steht. All das mit der größten Selbstverständlichkeit, unverblümt..."
Vielleicht ist Ersiës auch ein/e leidenschaftslose/r Tabakwarenverkäufer/in- dieser Tätigkeit ging ja bereits "Prinz" Hans nach: "Ersiës verläßt die Leidenschaft schnell, das stimmt. Tabak mochte er nur drei Wochen lang leidenschaftlich gern verkaufen. Danach verkaufte er ihn mit kühler Distanz, und zuletzt gar nicht mehr. Deswegen trifft man selten Tabakverkäufer in Sechszimmerwohnungen an. Tabakverkäufer sind zu wenig leidenschaftlich."
Ersiës verdient den Lebensunterhalt als Versuchskarnickel der Pharma-Industrie. Scheinbar harmlos-naiv (und also mit unglaublicher Schärfe) berichtet Zschokke von zynisch-menschenverachtenden Experimenten- ohne die Sozialschnulze zu dudeln.
Ersiës wird von einem Literaturbetriebsmenschen geliebt, der seinerseits "eine Art Brieffreund" eines von ihm sehr geschätzten "Baufachmanns" ist, mit dem er viel und gern korrespondiert. Dabei geht es um tiefe literarische Sachen, etwa um eine Tagung zum Thema "Der Librettist und die Schaffensfrage", zu welcher der Literaturbetriebler "von dem sogenannten Professor, der... in Tübingen das Schriftdeutsche verwest", eingeladen worden ist. Oder um ein anderes (in reizvoller landschaftlicher Umgebung stattfindendes) Symposium zum Problem "Die Präsenz des Rezensenten in seiner Rezension". Mit kühlem Techniker-Kopf reagiert der Baufachmann in seinen Briefen (die in Versalien gesetzt sind) auf den kulturellen Schrott und Müll. Die epistolarische Pseudodebatte über brennendste Kunstfragen ist ein satirisches Glanzstück in Zschokkes Buch.
Zur epischen Menage à trois gesellt sich außerdem Mario Massa. In den wiederum ist Ersiës verliebt, schnöde den Literaturbetriebler zurückweisend, obwohl er auch an Ersiës köstliche Briefe schreibt, mit literarischen Beigaben sogar, etwa der in einer Anthologie aufgespürten Kurzgeschichte "Claudius Simonitsch und die Deutsche Bundespost" oder dem in der Zeitschrift "SCHAUSPIEL" gefundenen theatralischen Manifest "Berlinische Dramaturgie".
Aber vergeblich das Werben, Ersiës liebt Mario Massa, den "Meteorologischen Sänger"- wen bitte? Mario Massa singt morgens im Radio den Wetterbericht (bei seinen raren Lesungen gibt Zschokke selbstverständlich eine Probe der eigenen Sangeskunst). Im Monat September, zum Beispiel, singt Mario Massa:


"Ostatlantischer Tiefdruckwirbel
führt Meereskaltluft heran.
Guten Morgen, Madame, schneller
ging der Sommer, schon
Herbst schon Winter,
örtliche Frühnebelfelder,
Nieselregen.

Kalt altern
Nasenspitzen, Zehen.
Ihre Brustwarzen
hart, schon welk.
Schnaufen Sie,
nicht vergessen.
Herbstmode Tarnanzug
oder Gefieder.

Vorbei, vorbei,
Leintücher,
warm noch,
Leichentücher.
Nur mit der Ruhe,
Madame,
erst frühstücken.

Die Niederschläge kommen
im Erzgebirge auf."


ErSieEs - Zschokkes shakespearisch angezetteltes Geschlechterverwirrspiel endet nicht harmonisch-heiter-hormonisch: Die Liebenden kommen nicht zusammen; dem "Meteorologischen Sänger" wird beim Rundfunk gekündigt; nachdem der Literaturbetriebler Ersiës aus den Augen verloren hat, wird er wohl Berlin verlassen ("...es stinkt in der ganzen Stadt - die Gesichter sind grau geworden - bleich und grau - in den U-Bahnen nur noch bleiche, graue Gesichter, schuppige Hände - fröstelnd, gefesselt starren wir vor uns hin, zitternd").
Und was geschieht mit Ersiës? Nach einem im Wald mißglückten Rendezvous mit dem Tod endet Ersiës als an die Wand gehängtes Exponat bei einer Leistungsschau des Pharmakonzerns. Ersiës ist zum Objekt geworden, von ihm oder ihr ist nur noch ein vages Es übriggeblieben. Zwei Rentnerinnen wollen an dem Ausstellungsgegenstand Flügel entdecken, aber "ein junger Assistent in weißem Kittel" klärt die Besucher auf: ",...das sind Ablagerungen von Fluocortinbutyl nach rektaler und intravenöser Abgabe im crossover Vergleich. Sie sind absolut unbrauchbar, unbeweglich. Eine Art Höcker eher. Sehen Sie, Sie können sie anfassen. Schlecht durchblutet...'"
Im Vorwort verrät Matthias Zschokke ironisch: "Im Grunde genommen würde ich mich auf den Barrikaden besonders wohl fühlen." Und auch das Wohlgefühl des Autors auf den W o r t - Barrikaden ist offenkundig: "Wie bin ich froh um krummgehauene Sätze. Oder rostige Sätze. Und wie schäm ich mich in der Öffentlichkeit für sie! ,Du Hundssatz! Willst mich der Lächerlichkeit preisgeben, vor allen Leuten!' zieh ich über ihn her- aber zu Hause, wenn ich allein bin, umarme ich den Satz und gebe ihm einen Kuß."
Und wieder wird in Jean-Paul-Karl-Valentin-Manier ein prächtiges Pointen-Feuerwerk gezündet. Daraus eine Rakete: "Eine heute besonders bewunderte Art, sich zu bewegen, ist das Grenzenüberschreiten.... Wer jemanden treffen möchte, begibt sich an die Grenzen; dort vertreibt sich die Zeit, was Rang und Namen hat. Vor dem Zollhaus herrscht ein buntes Treiben. Bei schönem Wetter finden sich Tausende hier ein, um der Grenzüberschreitung eines Tollkühnen beizuwohnen, welcher grade dabei ist, ein Paillettenkleid über seinen durchtrainierten, wohlgenährten Körper zu streifen. Ist alles vorbereitet, stellt er sich an die Grenze, konzentriert sich, ruft: ,Ich wage nun das Chaos', oder ,Ich überschreite nun meine Grenzen'..."
Und noch ein schneller Kracher: "...wer das Wahre sagt, wird geliebt. Das Bekannte ist das Wahre. Eine friedliche Herde, die sich gegenseitig hütet... es ist schwer, der Zeit zu entkommen, wenn einer nicht schön ist wie ein Sigurd und beredt wie ein begüterter Sohn."
Nein, zur Herde der Augenblicks - Schriftsteller gehört dieser Matthias Zschokke nicht. Und von besonders witziger Delikatesse sind erneut seine das eigene Schreiben umrankenden Reflexionen, denn die auktoriale Handschrift verhehlt er nie: "Hier folgt eine Naturbeschreibung, um dem Ganzen epische Breite zu geben: es windet. Die Blätter hallten fest an den Bäumen, wird wohl nicht Herbst sein. Und vielleicht kommt Regen. Oder sogar die Sonne. Je nachdem, was der Bauer sich wünscht."
Zschokke schreibt Literatur-Literatur. Bereits im ersten Buch hat er unverwechselbar seinen Stil gefunden (Le style, c'est le poète- was sonst? Aber anscheinend ist dies in Vergessenheit geraten...), und sein ureigener literarischer Ton macht Zschokke unter den Autoren seiner Generation zu einem Exponenten der neuen deutschsprachigen Belletristik in den achtziger und neunziger Jahren. Und ganz en passant wurde er einer der Begründer der literarischen Postmoderne (vgl. zur Begriffsdefinition: Ihab Hassan, Postmoderne heute. In: Wolfgang Welsch (Hg.), Wege aus der Moderne. Weinheim: VCH, Acta Humaniora, 1988) hierzulande, unter dem fröhlichen Banner ANYTHING GOES.




Edvige Scimitt

Mit einem Budget von nur 8oo ooo DM drehte Matthias Zschokke 1985 seinen ersten Spielfilm Edvige Scimitt. Er wurde bei den "Hofer Filmtagen" im Herbst selben Jahres uraufgeführt, das "Zweite Deutsche Fernsehen" zeigte ihn am 15. Mai 1986 in seinem "Kleinen Fernsehspiel". Helmut Schödel schrieb in der "Zeit": "Oben auf einer Wolke schwebte ein Film. ...Was die Wolke, auf der sich dieser Film ereignet, zum Schweben bringt: Ironie."
Eigentlich hieß sie Hedwig Schmitt. Als die Schweizerin in Palermo lebte, verballhornte die italienische Post ihren Namen in "Edvige Scimitt". Basierend auf Hedwigs Tagebüchern, erzählt Zschokkes Film einige Stationen aus ihrem Leben: Sie arbeitete -zu Beginn dieses Jahrhunderts- in London als Parlourmaid, in Mailand als "Saaltochter", in Palermo als Theatergarderobiere, in Zandvoort als Etagenkellnerin und in New York als Badraummädchen. Dabei erlebte sie "Ungeheuerlichkeiten auf absolut eigenwillige Art". (Zschokke)
Immer sind Männer hinter ihr her. Einige benutzen sie. Einer macht dem kunstseidenen Mädchen ein Kind. Edvige oder die Unschuld des Herzens. Kein soziales Drama, sondern viel Hintertreppe.
Der Film lebt von einer aberwitzigen Dialog- und Situationskomik. Und der gelernte Schauspieler Matthias Zschokke hat ein farbenfrohes Leinwandspektakel inszeniert- in theaterhaft künstlichen Dekors agieren die Darsteller entsprechend artifiziell-stilisiert. Als Bewunderer von Fellinis Plastiksonnemond blessiert Zschokke das realistische Medium Film.
In Kritiken las man zu Edvige Scimitt: "Der Leidensweg der literarischen Stereotype wäre auch als Film eine schwer verdauliche Küchenlied-Schmonzette, wenn Zschokke ihn nicht in einer phantastischen Bühnen-Kunstwelt mit kräftiger Ironie, fast wie ein knalliger Comic-Strip, abspulen würde. Dabei gelingt es ihm mit dem betont theatermäßigen Gestus der Schauspieler und einer gar nicht theatersteifen Kamera, die Komik des begnadeten Verführers ebenso wie die der tragisch verführten Unschuld hinter der Kitschfassade hervorzulocken." (Wolfgang Brenner)
Oder: "Zschokke handhabt die Mittel der Verfremdung nicht im Brechtschen Sinn, um den Zuschauer von der Emotion zum Nachdenken zu führen, sondern gerade umgekehrt: Indem er ihn zum Lachen bringt, spricht der Filmemacher die emotionale Ebene im Zuschauer an. Teils amüsiert, teils betroffen erlebt man ein Schicksal, das einem Stück Frank Wedekinds oder Ödön von Horváths entstammen könnte und doch gelebtes Leben bleibt..." (Gerhart Waeger)
Der Drehbuchautor und Regisseur selbst äußerte zu seinem Werk: "Edvige ist ein Film für Schauspieler, gegen den Trend zur Sprachlosigkeit, gegen den Film von nebenan, gegen den Film, den das Leben schrieb. Ein Film, in dem und über den ich lange nachdenken muß, eh ich ihn gut finde. Vielleicht ein Requiem, vielleicht ein ,Anderer Film', mindestens so bunt wie ein Film."
Matthias Zschokke erhielt für Edvige Scimitt als besten Spielfilm 1985 ein Jahr später auf der Berlinale den Preis der deutschen Filmkritik. In der Begründung zur Preisverleihung hieß es: "Die Jury würdigt damit ein Debüt, das sich durch eine ungewöhnliche Verknüpfung theatralischer und filmischer Mittel sowie durch eine hervorragende Behandlung von Licht, Farbe und Darstellung als souveränes Spiel zwischen Dokument und Fiktion auszeichnet."



Brut

Auf Grund seines zweiten Theaterstücks Brut wählten Kritiker der Zeitschrift "Theater heute" Matthias Zschokke in der Autoren-Sparte zum besten Nachwuchskünstler 1989.
Im Programmheft zur Uraufführung von Brut (Bonn, 18. November 1988) schreibt Zschokke: "Ich hätte etwas Filigranes bezüglich Seeräuberei zu berichten, etwas Kostbares unter dem Namen Brut; von sehnsüchtigen Menschen, die als Kinder unter aufgeschlagenen Knien litten, wie wir; deren Münder klebrig waren, wie unsre. Sie wünschten für sich kühne Größe mit einem Hauch Aristokratie, wie wir. Viele ließen sich überreden und traten in den Dienst der Rhätischen Bahnen, als Schrankenwärter oder Billeteure. Andere wagten einen Sprung und wurden Schlachter. Die wenigsten blieben rastlos. Sie konnten das Fernweh nicht hinauskomplimentieren aus sich auch nicht mit Hilfe einer Reise nach Abbado-, sie wurden Kapellmeister, waren unzufrieden, wurden Kammerjäger (oder -zofen), blieben unzufrieden, wurden Nationalökonome (oder-rätinnen), blieben unzufrieden-, und eines Tages sagten sie sich von allem los und entfernten sich: Sie wurden Piraten- nicht wie wir. Glauben Sie nicht, daß sie nun zufrieden seien. Im Gegenteil: Die Unzufriedenheit, die Unruhe, die Sehnsucht, das sind gerade die Motore, gleichsam die Galeerensklaven oder Schiffsschraubenantriebe, der Wind in den Segeln von Brut."
Ein irreal glitzerndes Märchen, eine Seeräuberpistole: Im Brutofen der "karibischen Sümpfe" dümpelt ein Piratenschiff. Die Besatzung an Bord: Kapitänin Tristana Nunez, die "Blutige"; Selkirk, ein androgyner Matrose, schön wie Melvilles Billy Budd und wohl entfernt verwandt mit Defoes Ur-Robinson; Azor, der Steuermann; Arud Caflisch, Koch; der Navigator Hornigold Glaser; Hallwax, ein opportunistischer Offizier; Kogge, ein tumber Schiffsjunge; außerdem ein unfreiwilliger Gast: eingesperrt im Mastkorb der grüngesichtige Dichter Julio Sloop, für den ein horrendes Lösegeld erpreßt werden soll.
Die Filibuster sind die Brut unerfüllter, verdrängter Sehnsüchte. "Von der Sehnsucht nach dem Absoluten sind sie aufs Weltmeer getrieben worden, und nun verzweifeln sie an der Sinnlosigkeit ihres Daseins", hat ein Kritiker geschrieben. Auf dem Schiff herrscht Chaos, das sanft beginnt: die Band mag nicht mehr zur blauen Stunde musizieren, des Kochs Künste werden verschmäht. Schließlich drei Leichen: die Kapitänin (ein travestierter Tristan) ermordet, verliebt in Selkirk, ihre Nebenbuhlerin, die Fürstin Lastadie Etmal (die gewissermaßen ein weiblicher Fliegender Holländer ist), nachdem sie vorher bereits den Dichter umgebracht hat, der mit Selkirk tändelte. Denn dieser ist eine als Mann verkleidete Frau, wie offenbar wird, als Selkirk sich erhängt hat: ein Opfer ihres Ennui ("Alle erleben, nur ich nicht!"). Hallwax nutzt die Gunst der Stunde und zettelt eine (halbherzige) Meuterei an, die nun die "führungsschwache" Kapitänin in den Mastkorb bringt. Und das piratische Narrenschiff zieht weiter seine Runden: obwohl Hornigold Glaser sein Navigationshandwerk beherrscht, fährt es immerzu im Kreis (Nietzsches "ewige Wiederkehr des Gleichen"), denn Azor, der Steuermann, ist- blind. Wie der blinde Seher in der antiken Tragödie raunt er: "...man kann sie nicht bezwingen, die Schöpfung." Ernüchterung, Enttäuschung steht am Ende aller Sehnsucht, nur "unlustig, zerstreut, mechanisch", wie es in Zschokkes letzter Regieanweisung heißt, geht die Seeräuberei weiter.
Der Kritiker Andreas Roßmann resümierte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" seine Eindrücke von Brut so: "Die Bricollage der Déjà-vus und Reprisen, Opern- und Trivialkunstzitate ist ebenso konstruiert wie ironisch: eine theatralische Abglanzverwertung. Im bunten Kostümstück steckt ein bizarres Konversationsstück. Seine vertrackte Eloquenz läßt die Piraten zwischen Kreuzberger Wohngemeinschaft und philosophischem Proseminar, Beziehungskiste und Selbstfindungskreis schaukeln. Das markierte Porträt einer Generation. Das Theater aber ist der Ort, an dem alle Metaphern in die Parabel münden: Satt und selbstzufrieden ist es geworden, und wenn es doch einmal auf Kurs geht, bewegt es sich bestimmt im Kreis. Weniger tiefsinnig als kokett, ist Brut vor allem ein Insider-Stück: Kritik am Theater und Liebeserklärung an das Theater zugleich."
Wie richtig diese Analyse auch sein mag, greift sie trotzdem zu kurz. Aber immerhin mißbraucht sie den Autor nicht ideologisch wie der Bonner "General-Anzeiger", der Zschokke eine Attacke auf "die abgetakelte 68er-Generation" unterstellte und ihn ans reaktionäre Ufer zu ziehen versuchte: "Zschokke will nicht nur unsere groteske Wirklichkeit in einer grotesken, und vielfach gebrochenen Piratenstory spiegeln. Er will vor allem vorführen, daß die großen Aufbrüche derer, die nach Wesentlicherem streben, nach gesellschaftlicher Veränderung etwa, scheitern müssen. Scheitern müssen aus zwei Gründen: Einmal, weil die Sinnfrage nach dem menschlichen Sein nicht zu lösen ist (und damit alles Tun am Ende fragwürdig wird) und zum anderen, weil die, die mit Macht zu neuen Ufern aufbrechen, den Keim des Scheiterns schon in sich tragen. Ihre Macken und Egoismen, Lüste und Begierden, kurz, ihre seelischen Beschädigungen, die sie bei Antritt der großen Reise mit an Bord nehmen, sorgen dafür, daß ihr Schiff am Ende in einer stinkigen, verseuchten, weit ab vom Schuß gelegenen Gegend immer im Kreise herumfährt." Dieses Stück hat Matthias Zschokke mit Brut n i c h t geschrieben.
Treffender dürfte die "Neue Zürcher Zeitung" Zschokkes Brut-Intentionen charakterisiert haben: Das Stück ist "ein Diskurs über Tatenlosigkeit und Sehnsucht nach dem Abenteuer, über das Nicht-Handeln-Können und das Nicht-mehr-Handeln-Wollen, ein Diskurs aber auch über die ganz banale, alltägliche Not mit den Gefühlen. Figuren, die einmal mit grossen Träumen aufgebrochen sind, werden im Käfig eines endlosen Sichdrehens am Ort der Sinnlosigkeit ihrer Anstrengung, der Überflüssigkeit ihrer Existenz inne. Ein Ausbruch aus dem magischen Kreis scheint nicht möglich".
Und Zschokke selbst zu seinem Stück: "Aber vor allem hocken Zikaden im Mast, vor der Bühne, hinter den Scheinwerfern, überall; es surrt und lispelt; Geier sitzen auf den Rängen und dösen; aus der Ferne klingt eine Arie. Das ist Brut..."





Der wilde Mann

Laut Lexikon sind Wilde Männer "tierhaft behaarte Waldmenschen, Schrate, Vegetationsdämonen"; seit dem Mittelalter findet man sie dargestellt auf Bildteppichen, in der Buchmalerei, auf Wappen und Münzen. Bis heute nennen ländliche Gasthöfe sich gern "Zum wilden Mann".
In eben einem solchen steigt in der Schweiz ein distinguierter, graumelierter Herr ab- Herr von Salzgitter aus Peine (eine Lesung verschlug Zschokke in die Kleinstadt bei Braunschweig; der Name blieb ihm unvergeßlich und erschien ihm verewigenswert): "Für die Moosbewohner war es eine Nacht wie jede; düster, dumpf und grauenvoll- wo das Grauen Morgengrauen ist. Der Wind riss die Ziegel von den Dächern und erschlug damit die Katzen und die Knechte. Die Gäste betrachteten stumpf das Sterben in Abessinien -hin und wieder fiel eine Bemerkung über das Wetter-, der Grund für die Leichen war das Ausland. Da ging die Tür auf, der Herr von Salzgitter trat ein, zog den Mantel aus- und stand damit ratlos im Raum; er war Diener gewohnt." (Zschokke)
Herr von Salzgitter hat schon einmal bessere Tage gesehen: "Einer, der sich Deutschland nicht mehr leisten konnte; den es niedergezwungen hatte in den Schmutz, wo er nun kroch, mit Marmor im Kopf. Zu Fall gebracht von einem schlechtparfümierten Gegner; einem mitteldeutschen Kastraten, von dem es sich nicht lohnt, besondere Merkmale zu erwähnen; vom Schicksal." (Zschokke) Herr von Salzgitter ist "Galanteriewarenhändler"-Vertreter für Kondomautomaten und Zubehör. Der Gast im "Wilden Mann" erlebt eine furchtbare Alptraumnacht. Er findet keinen Schlaf in dieser Nacht ("...wie da ein Deutscher in der Schweiz eine Nacht lang nicht schlafen kann- ein Hochgenuss! [Wir können andere nicht leiden; sie erinnern uns so fatal an uns selbst.]" [Zschokke]): immerzu dringen Leute in sein Zimmer ein, die Serviererin wirft sich ihm an den Hals, unten probt die dörfliche Blaskapelle, und ein schöner Jüngling sorgt für eine Verwirrung der Gefühle. Er ist "Projektionist", Filmvorführer, denn in der Herberge gibt es ein "Cino", in dem bedeutungsschwere und erbarmungslos dilettantische Filme, auf dem Dachboden selbstgedreht, gezeigt werden (eine authentische Erfahrung Zschokkes in seinem Heimatdorf Ins [das -nebenbei- übrigens Modell war für Dürrenmatts Güllen im Besuch der alten Dame]).
Herr von Salzgitter warnt den Jungen, er möge sich in acht nehmen: "Sonst überwältigt Sie mal der Abendwind, so wie Sie ausschauen. Der Abendwind liebt schöne Jünglinge. Wissen Sie das nicht?" Die stupide Antwort lautet: "So einen Wind gibt's nicht bei uns." Am Morgen ist der Fremde tot, auch wenn Venedig nicht in der Schweiz liegt. Die Bauern rufen zum Viehmarkt. Im Bild: Kühe, Kühe, Kühe.
Kritiker nannten den Wilden Mann (Berner Filmpreis 1989) des öfteren ein "Kinojuwel", rühmten seinen "hintergründigen Humor" und die literarisch ziselierten Dialoge, die oft ins Surreale hinüberspielen, lobten immer wieder die große schauspielerische Leistung von Dieter Laser, in der Rolle des Protagonisten. Zschokke selbst bezeichnete sein Lichtspiel als "eidgenössischen Aufklärungsfilm" und als "helvetischen Grusel- und Liebesfilm".
Und er fügte noch hinzu: "Der wilde Mann ist eine Torte. ...Die vorliegende Torte ist selbstverständlich eine ohne Boden. Tortenböden sind -mindestens in Nordostdeutschland- etwas vom Niederträchtigsten, was die Bäckerzunft hervorzubringen wagt: schaumstoffartig, saugfähig, nur dazu da, die Bissfestigkeit und saubere Finger zu gewährleisten. Der wilde Mann ist nichts als beste Füllung: feingeschabte, traurig-schöne Schauspieler (-innen) schlendern durch warmes, gebranntes Licht, erzählen auf sämigem Ton Merkwürdigkeiten aneinander vorbei und umschleichen sich dazu in knusprigen, exotischen Geräuschen..."
"Die Torte" wurde im "Kleinen Fernsehspiel/ Zweites Deutsches Fernsehen" am 17. Januar 1989 als Ursendung serviert.
Von April bis Juli 1996 arbeitete Zschokke an seinem dritten Spielfilm, der den merkwürdigen (Un-)Titel Erhöhte Waldbrandgefahr trägt; die Uraufführung fand am 12. August 1996 beim Filmfestival von Locarno statt. Das Drehbuch zu einem weiteren Film (Arbeitstitel: Die 3 schönen Müller) konnte aus finanziellen Gründen bislang nicht realisiert werden.



Die Alphabeten

Matthias Zschokkes drittes Theaterstück trägt den ingeniösen Titel Die Alphabeten (Uraufführung: 25. September 1994 in Bern - Deutsche Erstaufführung: 1. Oktober 1994 am "Deutschen Theater"/ Berlin). Auch diesmal bleibt der Autor, der für dieses Stück mit dem Gerhart-Hauptmann-Preis 1992 ausgezeichnet wurde, seinem General- & Lieblingsthema treu, und das lautet: die bleierne Schwerkraft der Verhältnisse. Aber, auf dem Theater zumindest, bringt er sie zum Tanzen, mit Phantasie & Komik.
Eine Literaturpreisverleihungsfeier. Die Szene ist eine zum "Kulturzentrum umfunktionierte GOTISCHE KIRCHE". Ein Literaturverweser namens Dr. Samuel Seet präsentiert die gekürte Jungautorin Susanna Serval. Das edle Raubtier gibt sich widerborstig in der Dankesrede: ein Mädel aus der Vorstadt, hochgespült vom Literaturbetrieb.
Nachdem die kulturelle Notdurft befriedigt ist, verlangt die leibliche ihr Recht: vor den Klos kommt es zu einem Stau. Mit vulgärer Eleganz inszeniert Zschokke einen Toiletten-Slapstick. Kultur-Groupies, Kunst-Dunstkreis-Existenzen treibt es vom kalten Buffet zum Abort, die preisgekrönte Autorin kriegt Ohrfeigen vom Establishment. Wen feiern Preisverleiher eigentlich: die oder den Ausgezeichnete/n- oder sich selbst?
Immerhin sind bei der repräsentativen Kulturveranstaltung auch noch zwei Menschen anwesend, die in direkter Verbindung mit dem gemeinen Leben stehen: ein JUNGER MANN (22), der Martin heißt (und ein Schlawiner & Filou ist) sowie eine veritable (Kriminal-)KOMMISSARIN, mit dem eventuellen (unvergeßlich schönen) Namen Baltensberger. Beide sorgen für eine gewisse "normale" Ausgewogenheit unter Zschokkes Bühnenpersonal.
Die Preisverleihungsfeier dauert ein Viertel des Stücks. Dann schwebt erst einmal am Bühnenhimmel eine barocke Deus-ex-machina-Wolke vorbei, auf welcher FRITZ-DER-VERBRECHER sitzt. Er ist ein Bruder der spannenden Kommissarin und berichtet von noch spannenderen Verbrechen, die er beging, ehe er sich nach Südamerika absetzte. Eine Wolke später sitzt er hinter Gittern. Später räkeln sich dann noch Martin und Dr. Seet auf Wolken. Mehr oder weniger komfortable Wolkenkuckucksheime: Imaginationen der Susanna Serval.
Und wie nun fort zu Lande, auf dem Boden der schwankenden Realitäten? Im Zeitraffer: Fräulein Serval darbt in ihrer dunkel-feuchten Souterrainwohnung. Martin bandelt mit der Jungpoetin an, lockt sie ins Freie. Fräulein Serval findet Einlaß in Dr. Seets saturierte Privatsphäre ("Beletage, Parkett, Bücherwände"), sogenannte tiefe Konversationen, bei denen aus der Tiefe auch immer wieder die Kommissarin auftaucht.
Fräulein Serval und ihr Meister in einem "Tanzpalast". Fräulein Serval auf dem Rummelplatz als Horváth-Schießbudenfigur, mit der klassischen Nummer Susanna im Bade, frei nach Bibel und Rembrandt, angezettelt von Martin- aus Übermut und für ein paar Mark. Und Dr. Seet, er echauffiert sich darüber maßlos: die erlebte Geschmacklosigkeit verschlägt ihm den Appetit. Muß ins Krankenhaus, der so arg gebeutelte Kultursuppenkasper. Aber selbst im "Barocksaal" des Hospitals verweigert er die Nahrungsaufnahme, selbst im gewohnten kulturträchtigen Ambiente mundet das "Kalbsbries mit zerlassener Salbeibutter und Mangoldschaum" nicht mehr.
Danach folgt noch eine Satyrspiel-Szene: Auf einer "PREISVERLEIHUNGSWOLKE" kann nun auch der nichtsnutzige Martin nicht mehr den kulturellen Fallenstellern entkommen. Prompt sind ebenfalls die alten Literatur-Groupies zur Stelle. Alle sehen inzwischen ein bißchen tot aus. Aber das Kulturtitanicorchester schrammelt stoisch weiter. Bis in alle Ewigkeit.
"Die satirisch-kabarettistische Oberfläche täuscht, denn hier liegt eine ganz und gar schwarze Komödie vor, mit viel Scherz, Satire und schreckensstarrer Melancholie. Ein Jux mit Gänsehaut, in dem die Fröhlichkeit des Aschermittwochs herrscht", schrieb der Theaterwissenschaftler Klaus Völker über das Stück, dem er eine mit Franz Molnárs Liliom vergleichbare "Leichtgewichtigkeit" attestierte.
Die Alphabeten- auch eine Groteske. Eine Literatur-Farce. Gewiß. Und doch wesentlich mehr. Mühelos transzendiert Zschokke das Thema seines Stückes- der L i t e r a t u r b e t r i e b a l s M e t a p h e r.s Ähnlich verfuhr Alexander Kluge in seinem Film Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (wo es ja auch nur eher beiläufig um Zirzensisches geht).
Das Sesam-öffne-dich!-Zauberwort zum Verständnis von Zschokkes Theaterstück heißt: DAS LEBEN. Ob sie die (mittlerweile zur Phrase heruntergekommene) Altfrankfurter Maxime, es gebe kein richtiges Leben im falschen, nur ahnen oder auch kennen, so umkreisen Zschokkes Theaterfiguren unablässig vitale Probleme. Mühsam buchstabieren sie herum im Alphabet des Lebens und versuchen, die Hieroglyphen des Lebens zu entziffern. Verzweifelte Lebensleser, diese Alphabeten.
Die ,Kulturenthusiasten' haben durch ihre Idolatrie a priori eine originäre Identität verspielt; die Jungschriftstellerin ringt noch um ihren existentiellen Status: "...kein Leben überhaupt, sondern Lebensdarstellung?! Und ich kann die Rollen nicht! ...und gönnte dem Leben nicht den Triumph, an ihm zu zerbrechen..."; Fritz-der-Verbrecher hat das ,total andere Leben' gewagt, das kriminelle, muß also zwangsläufig bestraft werden; Martin ist das, was man so leichtfertig einen ,Lebenskünstler' nennt, er ,schlägt sich durchs Leben' als Claqueur & Statist- irgendwie hat er als parasitäre, kunstlose Existenz ,das Leben begriffen'; Dr. Seet ist völlig ,lebens f r e m d', befindet sich "auf den Fersen des Lebens", wie die Kommissarin einmal mutmaßt. Und Seet selbst: "Ich... lebe davon, daß ich Nachwuchs ranziehe... Was ich tue, tue ich schlecht im Leben ...die Serval ...Sie wird's nicht aushalten, das Leben! ...Ein Freund der Bücher, der sein Leben nichts anderes getan hat, als Bücher zu vernichten und zu verhindern!..."
Und die Kommissarin? Sie jagt gesellschaftlich ganz konkret verfehlte Lebensexistenzen, um sie der Strafinstanz zuzuführen (so paßt die anfangs Fremde doch noch sehr exakt ins Stückkonzept), und auch privat hat sie ihre Malaisen ,mit dem Leben': "Manchmal fürchte ich, wir benehmen uns alle wie außen vor! - Leben nicht, sondern spielen lebendig, nach alten Regeln, unsinnig gewordenen?... Leben das Leben, als hätten wir es gelernt, so wie man lernt, mit Messer und Gabel zu essen? So routiniert, als hätten wir es schon ,zigmal getan? Reihen Gesten und Wörter aneinander, ohne Inhalt? - Hinkende Ruinen!"; und dann, ganz profan, nach Urlaubsphantasien: "Irgendwie bin ich danach ein ganzes Jahr wieder zu gebrauchen für dieses Leben hier..."
Wie Hofmannsthals Komödie Der Schwierige, in der sich alles ums Reden oder Schweigen dreht, sind auch Zschokkes Die Alphabeten thematisch stringent durchkomponiert. Und obwohl es in dem Stück um eine so ernsthafte (und entsetzliche) Angelegenheit geht wie ,das Leben', dürfte/ sollte/ müßte man viel gelacht haben, wenn die Aufführung vorbei ist (allein schon im Text sind zahllose Lacher versteckt, von nestroyscher Qualität). Es darf aber auch geweint werden. Zschokke zeigt nämlich auf der Bühne lächerliche Menschen: mit charmanter Brutalität zeigt er u n s .
Die Kritikerin Sigrid Löffler merkte zu den Alphabeten an: "Richtige Dichter. Echte Kommissare. Ganze Kerle. Wahre Kunst. Große Worte. Tolle Typen. Das pralle Leben. Geht das überhaupt noch auf der Bühne? Heutzutage? Natürlich geht es nicht. Natürlich ist es nie gegangen. Die Zeiten sind nicht danach. Wo jeder nur noch den Abklatsch seiner selbst simuliert und die Realität sich nur noch imitierend an ihren eigenen Abziehbildern orientiert, kann auch die Schaubühne höchstens Zitate herbeizitieren und Menschendarsteller darstellen. Vorgetäuscht wird, was ohnehin austauschbar ist. Unfertige Gestalten. Halbe Portionen. Windige Typen. Knallige Kopien. Individualitäts-Schwindler. Redefiguren. Worthülsen. Leere Ausgänge. Ein Leben in Gänsefüßchen."
Bei den 2o. Mülheimer Theatertagen erhielt Zschokke für seine Alphabeten den Übersetzungsförderpreis des Goethe-Instituts, so daß sein Stück seit 1996 auch auf englisch, französisch und spanisch vorliegt. Paradoxerweise blieb es auf deutsch ungedruckt und ist nur als Bühnenmanuskript zugänglich.



Piraten

Zu Zschokkes Roman Piraten, der im März 1991 nach einem Wechsel vom Münchener Paul List Verlag zum Hamburger Luchterhand Literaturverlag (vormals Frankfurt am Main) erschien, in Auszügen das Protokoll eines Rundfunkinterviews, das am 3o. Januar 1991 in Berlin stattfand:


In Ihrem Roman Piraten begegnet man denselben Figuren wie in Ihrem Theaterstück Brut. Das Buch zum Film ist ja längst gang und gäbe; nun also auch d a s B u c h z u m S t ü c k ?

Es ist selbstverständlich nicht das "Buch zum Stück", sondern es ist ein Buch, in dem Figuren auftauchen, die ich aus einem Stück entnommen habe. Das Stück existiert in dem Buch als Begriff, wird aber weiter nicht verwendet.

Der Brut-Theatertext erscheint parallel zu Ihrem Roman ebenfalls als Buch. Die beiden Texte ergänzen sich zwar, verweisen aufeinander, aber trotzdem ist jeder Text auch allein verständlich?

Ich finde es ganz wesentlich, daß dies zwei absolut selbständige Dinge sind. Warum ich das überhaupt gemacht habe, hat folgenden Grund: Ich liebe sehr die Romantiker. Die haben ganz krause Vorstellungen gehabt und ganz merkwürdige Versuche angestellt mit Verbindungen von verschiedenen Literaturgattungen. Und ich habe hier etwas, in Anlehnung an diese Versuche, einfach weitergetrieben und neu probiert, nämlich daß ich Figuren auftauchen lasse aus irgendeinem anderen Zusammenhang, den niemand kennen m u ß. Wenn man ihn kennt, gut. Bei den Romantikern, da passiert es, zum Beispiel, daß Leute zusammen ins Theater gehen, und dann wird beschrieben, was sie für ein Stück sehen, und ab der nächsten Seite folgt dann ein komplettes Theaterstück. Das habe ich versucht im Prinz Hans und habe das Gefühl, daß ich damit eigentlich den Leser eher betrüge, weil ich ihm ein Theaterstück aufdränge, das er vielleicht gar nicht lesen mag, weil Leser offenbar Mühe haben, Theaterstücke zu lesen, was ich zwar nicht verstehe, aber gut. In diesem Roman wollte ich den Leser nicht bedrängen. Wenn er das Theaterstück lesen will, dann kann er es sich besorgen. Wenn er will, kann er es lesen und hat vielleicht Vergnügen daran, weil es immer wieder kleine versteckte Hinweise gibt und Querverbindungen. Aber beides läßt sich auch jeweils allein verstehen.

Was fasziniert Sie so an dem Piratenmotiv, daß Sie es gleich zweimal bearbeitet haben?

Es sind die Figuren, die mir wichtig sind. Sie repräsentieren eine piratische oder freibeuterische oder anarchische Haltung, freilich in einem weniger spektakulären Sinn, als das normalerweise verstanden wird. Aber ich meine, sie sind viel grundsätzlicher in ihrer Verweigerung und ihrem Freibeutertum. Das Wort "Piraten" löst etwas anderes aus, das ist mir bewußt, aber meine Piraten sind, wie ich denke, viel tiefgreifender piratisch als dieses Klischee, das wir aus Filmen kennen. Ich will mit Piraten nicht eine "Piratengeschichte" erzählen, sondern ich meine mit Piraten einzelne Personen, die in dem Buch vorkommen und beschrieben werden, und diese Personen sind mir grundwichtig und grundnah. Das sind meine Nächsten, meine Liebsten, wegen ihrer piratischen Haltung, ihrer gesellschaftlichen Unbrauchbarkeit also.

Zwischen den Piraten in Ihrem Theaterstück und den Piraten in Ihrem Roman gibt es einen entscheidenden Unterschied: Wie in Woody Allens Film The Purple Rose of Cairo der Held aus der Leinwand in die Niederungen des gewöhnlichen Lebens hinabsteigt, so haben ja auch Ihre Filibuster die "Vierte Wand" des Theaters durchbrochen und sich als Schauspieltruppe selbständig gemacht, sozusagen ein Gen-Unfall im Theaterlabor. In Ihrem Roman heißt es: "Die Figuren haben sich rechtzeitig aus dem Original davongemacht. Sie ziehen heute drittklassig kostümiert durch Fußgängerzonen und werden ausgelacht, sobald sie sich im Suff dazu hinreißen lassen, von Brut zu erzählen... Schmierenkomödianten..." Also eine verschärfte, noch größere Verelendung als vorher?

Nur vordergründig. Ich habe das Gefühl, das ist eine Freiheit, was ich da beschreibe. Ich empfinde sie als befreit, diese Figuren.

Dieser verlorene Piraten-Schauspieler-Haufe erinnert etwas an Thomas-Bernhard-Figuren: an die erfolglosen Fünf etwa, die in der Macht der Gewohnheit das Forellenquintett proben, auch an Bernhards Der Theatermacher. Haben Sie einen Theater-Roman geschrieben oder mehr einen Lebenstheater-Roman?

Einen Lebensroman. Nur. Ich glaube, es ist ein Zeitroman. Ganz präzise, hoffe ich, an mir dran, an meiner Zeit, an meinem Umfeld. Ein Zeitroman, der über unser Leben, hier und heute, etwas erzählt.

Mehr als jemals zuvor erscheint Ihr Roman Piraten melancholisch grundiert, und im Schlußkapitel wird's dann stockfinster-traurig, wenn die Resttruppe depressiv über ihren Alkoholtöpfen hängt. Die wilden Jahre sind dann endgültig vorbei. Ein Selbstporträt? Resignieren Sie selbst inzwischen auch?

Das ist nicht tiefschwarz, dieses Ende. Ich lache da herzlich, das ist für mich die schönste Szene, die herrlichste Szene. Das sind wunderbare Figuren. Figuren, die sich von unglaublich vielen Zwängen gelöst haben. Sie sind von einer Offenheit und Klarheit und Wahrheit, daß ich mich danach sehne, bei ihnen am Tisch zu sitzen. Das ist für mich fast eine Utopie, dieser Tisch. Sie sind Befreite, und zwar nicht in dem kitschigen Sinn, das sind Asoziale oder in der Armut ist das Glück, sondern ich meine den Umgang zwischen diesen vier Leuten, der ist von einer Ehrlichkeit und absoluten Schutzlosigkeit, daß ich tief gerührt bin. Ich möchte da wirklich dazugehören. Deswegen würde ich mich keineswegs als resignativ bezeichnen. Ich glaube, das ist eine große Haltung, die da am Schluß beschrieben ist. Oder ich empfinde sie mindestens so. Das sind für mich große, ganz große Menschen, die da am Schluß sitzen und nur noch zusammen schweigen, entspannt und unverkrampft, trotz ihrer desolaten Situation. Sie haben eine Qualität von "Sensibilität" erreicht in sich selbst, eine Qualität von Rücksichtnahme aufeinander, wie ich sie anstrebe.

Es könnte nun vielleicht der völlig falsche Eindruck entstehen, bei Ihrem Roman Piraten handele es sich um eine sauertöpfisch-griesgrämige Angelegenheit... Zschokke- selbst ein Opfer "der Verhältnisse"...

Nein, dieser Eindruck könnte nicht entstehen!

...aber genau das Gegenteil ist der Fall. Sie erzählen locker und mit viel Witz. Und Sie haben in der Zwischenzeit auch nicht Ihre Lust am experimentellen Spiel mit der literarischen Form verloren, haben Ihr Repertoire vielmehr noch erweitert: Ihr Roman ist mit pseudowissenschaftlichen Fußnoten versehen, und ebenfalls fehlt ein Glossar nicht, das absurde Begriffserklärungen leistet...

Sie wollen jetzt hören, daß diese Fußnoten und dieses Glossar selbstverständlich Grund und Anlaß zur Heiterkeit geben können und sollen. Ich hoffe, daß man sogar darüber lachen kann, denn ich habe furchtbar viel verpackt darin und halte das Ganze für lustig. Trotzdem ist es ein ernsthafter Roman, und die Ernsthaftigkeit im gesamten beginnt schon beim Erscheinungsbild des Buches, das sehr klassisch ist und schön. Das ist mir sehr wichtig gewesen bei dem Buch, weil ich glaube, daß es leichter zu lesen ist, wenn es in sich erst einmal den Eindruck von einem geordneten, klassischen Roman erweckt, weil ich fürchte, daß die Leser durch kleine Schlenker, wie ich sie in Max gemacht habe, irregeführt werden und von vornherein glauben, das sei ein lustiges, verspieltes Buch. Jetzt habe ich hier eine ganz ernste und strenge Form gewählt, damit man es erst einmal als strenges Buch liest und bei genauer Lektüre dann plötzlich ein doppeltes und dreifaches Vergnügen hat, weil man anfängt, die Schnörkel und die Klippen und die Hürden und die Fehler und die Tücken wirklich auch selber zu entdecken und zu genießen.

Es gibt als Zugabe sogar ein paar Abbildungen, etwa den exakten Grundriß des Hotelspeisesaals, in dem der Erzähler die reisende Schauspielerbande kennenlernt, mit akkurater Anordnung der Tische, und es gibt auch ein Foto aus der piratischen Glanzzeit mit dem Oberpiraten Burt Lancaster. Und besonders hübsch sind die Seiten 186 und 187, auf denen ein Briefentwurf mitgeteilt wird, wobei die Korrekturen im Druck typographisch ihre Entsprechung finden. Also viel formaler Schabernack...

Ich habe Freude an solchen Sachen, das stimmt. Aber ich glaube, das ist mehr eine kulinarische Geschichte innerhalb eines Romans, bei mir jedenfalls. Wirklich wichtig sind mir die Piraten, diese neun Figuren, ob ich sie getroffen habe, wie genau ich sie gezeichnet habe.

Ihre Piraten sind ja höchst artifizielle Geschöpfe. Besteht dabei nicht die Gefahr, daß ihnen die epische Höhenluft zum Atmen etwas zu dünn wird- hat der Leser ausreichend Identifikationsmöglichkeiten mit ihnen? Leser sind meistens ja sehr erpicht darauf...

Das Problem kann höchstens entstehen, wenn man Schauspieler nicht für identifikationswürdig hält, daß man sagt, Schauspieler sind schon an sich eine fremde Welt, damit habe ich nichts zu tun. Aber ich meine, daß man sich mit den Figuren sehr gut identifizieren kann. Deren Biographien sind heutig und mit unseren vergleichbar, und ihre Äußerungen und Verhaltensweisen entsprechen unserer Zeit, sie sind auf keinen Fall Kopfgeburten, wie Sie das andeuten, sondern Menschen aus Fleisch und Blut.

Aber der Erzähler erscheint wesentlich "bodenständiger" und hat eine zentrale Position in Ihrem Roman...

Da haben Sie aber nicht genau gelesen. Sie können mir nicht sagen, wer der Erzähler ist. Der Erzähler ist eine ganz schillernde Figur, vielleicht ist es Herr Nettelbeck, der uns erzählt (eine Figur, die einmal eingeführt wird am Anfang im Buch und die ursprünglich anfängt zu erzählen: mir), plötzlich dann erzähle i c h die Geschichte. Die Erzählfigur ist eine Figur, die sich entzieht, und am Schluß ist sie überhaupt nicht mehr vorhanden, sondern es bin eigentlich nur noch ich, der erzählt. Im Vergleich zu den anderen Büchern ist das eher entschlackt; in den vorherigen Romanen war klar, da spielt jemand mit der Erzählhaltung, das konnte man herauslesen, schnell und leicht, das war nicht versteckt, und in dem hier ist es jetzt viel weniger vordergründig.

Ihr neuer Roman ist, abgesehen von einem münchhausischen Ausflug nach Australien, sehr linear erzählt, ohne kompliziert verschachtelte Erzählebenen- ist das eine Konzession an die Lesbarkeit? Oder ein Rückzug aus der Avantgarde? Streben Sie zu klassischen Gipfeln?

Ich habe von Anfang an den "klassischen Gipfel" erstrebt und hoffe, daß ich auch von Anfang an da oben mich getummelt habe und nicht irgendwo in der Avantgarde. Ich glaube nicht, daß der Begriff Avantgarde für mich zutrifft. Meine vorigen Romane, im besten Fall sind das freche Bücher gewesen, weil sie die Form nicht eingehalten haben, aber nicht aus bewußtem Kalkül, sondern zum Teil aus Unbekümmertheit oder...

...oder jugendlichem Übermut...

...gut, das darf man sagen, das ärgert mich nicht. Ich werde selbstverständlich älter: von Jahr zu Jahr ein Jahr mehr. Und ich arbeite immer wieder daran, wie könnt' ich's genauer sagen, wie kann ich's vielleicht so sagen, daß mich mehr Leute verstehen; das ist eine Konzession an den Leser. Ich leide selbstverständlich darunter, wenn nur wenig Leute mich lesen. Ich möchte gern, daß vielleicht mal hundert Leute mehr mich lesen, denn ich glaube, daß ich durchaus verständlich bin auch für mehr Leser, und nur mit großem Erstaunen stelle ich immer wieder fest, daß ich offenbar irgendwo in einem Gebiet mich äußere, wo nur wenig Leute mir folgen mögen, wo nur wenig Leute mich begleiten wollen.

Wie sähe Ihr Idealleser aus?

Leser sind schon an sich ideal. Die gibt's ja überhaupt nicht mehr.

Peilen Sie irgend eine Zielgruppe an?

Mehr. Mehr als vorher. Das ist die Zielgruppe. Ich finde, Leser gibt's zu wenig, grundsätzlich. Und jeder Leser ist für mich schon mal eine wohltuende Erscheinung. Selbstverständlich hoffe ich und träume ich davon, daß sie zunehmend wildere und spannendere Bücher lesen, die Leser. Aber schon überhaupt, d a ß sie lesen, freut mich, und ich würde mich natürlich noch mehr freuen, wenn sie m i c h läsen und nicht von vornherein sagten: Das ist Avantgarde! Ich mag nicht die Avantgarde-Leser. Das ist für mich eine komische Absonderung, ein Clubdenken, ein Logendenken. Ich mag ganz einfach L e s e r.

Sie sind ja nun kein Autor, der in psychologischem Realismus badet. Ihr Metier ist eine phantasievolle Fabulierkunst. Würde es Sie stören, wenn man Sie -ganz altmodisch- als DICHTER bezeichnete?

Nein. So bezeichne ich mich selbst immer.

Wenn Sie sich in der deutschsprachigen zeitgenössischen Literatur umschauen, was mißfällt Ihnen dort am meisten, was vermissen Sie am meisten? In Ihrem Roman spotten Sie: "Übrigens: Deutschland hat seine Dichter verdient."

Ich vermisse die Dichtung in der Literatur. Ich habe das Gefühl, daß Dichtung eine eigensinnige, verstockte, verquere Angelegenheit ist, immer unbotmäßig in ihrer Zeit...

...aber auch ein Träumen...

...Träumen gehört dazu. Daß man sich leistet zu träumen, ist darin inbegriffen... ja, eine unbrauchbare Haltung, die sich jemand leistet. Und mich ärgert maßlos... und ich ertrage sie nicht... diese b r a u c h b a r e Dichtung, die heute... nicht nur heute, die wird ja immer geschrieben...

...Literatur als Lebensanleitung... Gebrauchsliteratur...

...ich brauche Literatur zum Leben, aber das ist eine ganz andere Art von Brauchen. Es gibt eine Brauchbarkeit, wo man glaubt, Literatur müsse ins Leben hineinspielen. Das hat sie überhaupt nicht zu leisten, sondern das Leben soll sich nach der Literatur richten. Und die Literatur: je weiter weg vom Leben, desto besser... in einem Freiraum, da möchte ich die Dichtung haben. Und ich bin immer wieder furchtbar enttäuscht, wenn ich Bücher lese, die so vergeblich... so g u t g e m e i n t sind, die uns helfen wollen, unser Leben zu gestalten oder zu denken in irgend eine Richtung. Rundfunk oder Fernsehen sollen helfen, wie man mit den Problemen des Alltags umgeht. Ich mag nicht diese Alltagsliteratur.

Sie gehören jetzt -1991- zehn Jahre zur schreibenden Zunft. Wenn Sie eine persönliche Bilanz ziehen, wie fiele die aus?

Daß ich immer noch nicht dazugehöre, leider. Oder um Günter Eichs Gedicht "Zuversicht" zu zitieren:


"In Saloniki
weiß ich einen, der mich liest,
und in Bad Nauheim.
Das sind schon zwei."



Der reiche Freund

Es gibt im Werk eines jeden Künstlers (auch der besten) mindestens ein Opus, das artifiziellen Ansprüchen nur unzureichend genügt. Bei Zschokke dürfte dies wohl seine Komödie Der reiche Freund sein. Es wäre unredlich, sie durch Verschweigen auszuklammern (zumal sie Zschokkes bisherige Kunst-Leistung in toto nicht im geringsten beschädigt), aber sie soll hier nur kurz gestreift werden.
Ein erfolg- und mittelloser Architekt erhofft sich einen "Direktorenposten in Caracas" oder wenigstens finanzielle Unterstützung von einem "reichen Freund", der in einem Schloß residiert, mit dem fast stummen Diener Herrmann (die Figur evoziert Erinnerungen an den Filmschauspieler Erich von Stroheim in Sunset Boulevard) und der Dichterin Emilie (einer ältlichen Verwandten der Susanna Serval?), die er sich zur Unterhaltung und als Bewußtseins-Stimulans hält. Der reiche Freund, der feinsinnig Catull und Alkaios liest, ist eine kapitalistische "Charaktermaske", die naturgemäß jede Hilfe verweigert. Trotzdem ist Zschokke das Kunststück gelungen, den "reichen Freund" nicht eindimensonal-blöde gezeichnet zu haben, sondern sehr differenziert in seinen Idiosynkrasien und Defiziten: auch "Kapitalisten" sind Menschen und keine Pappkameraden.
Zuerst flüchtet Rosa, die Gefährtin des Architekten, eine köstlich Naive, aus dem goldenen Käfig, später auch der Bittsteller. Die dramatisierte Zeit des Stückes erstreckt sich über ein ganzes Jahr: es beginnt und endet in einer Silvesternacht. Am Schluß herrscht wieder der Status quo.
Zschokkes Stück wurde von der Kritik fast uni-sono abgelehnt. In erster Linie krankt es wohl an der mangelhaften Dramaturgie: es ist ein örtlich zerfaserter Pseudo-Fünfakter ohne aristotelische Stringenz (und somit eigentlich ein verkappter szenischer Bilderbogen). Die Figuren erleben keine Entwicklung, sie bleiben unbeeindruckt von dem, was sie miteinander erlebt haben. Und die episch-monologische Textstruktur verhindert dramatische Impulse, torpediert fast alles Theatralische (das -in seinem Wesen- niemals statisch ist; Beckett bildet singulär eine geglückte Ausnahme). Sicher ein ehrenwertes Experiment- auch wenn es anscheinend mißlungen ist.
Anstatt das hinkende Stück mit Energie aufzuladen, inszenierte der Regisseur der Uraufführung (Staatstheater Hannover, 18. März 1995) durch modernistische Mätzchen Zschokkes Reichen Freund in Grund & Boden. Aber vielleicht wird ja doch noch eine künftige Aufführung alle Kritiker beschämen und das Urteil eines versprengten Rezensenten bestätigen: "Ein hübsches, charmantes Lustspiel voll Witz und funkelnder Sprache, heiter und melancholisch zugleich, elegisch und beherzt."



Der dicke Dichter

In drei Prosabänden war Matthias Zschokke mit dem Kopf über den Wolken und verwöhnte seine Leser durch humoresken Charme und formal-kühne Schreibraffinessen. Mit seinem vierten Roman Piraten begann ein melancholischer Sog, in dessen Strudel auch sein Fünftling Der dicke Dichter geriet, der im Mai 1995 erschien.
Ein depressiver Sturzflug des Autors und eine literarische Punktlandung: Mit diesem Werk, kaschiert unter alliterierendem Kinderbuchtitel, hat sich Zschokke schreibend erlaubt, "erwachsen" geworden zu sein; und seinen "Urstil" aufgegeben, den kecken, frechen, obwohl er in seinen Kunstmitteln auch weiterhin subversiv bleibt, sie nun jedoch subtiler einsetzt. Man mag den Verlust originärer Unschuld beklagen, begreiflich ist es schon, wenn einer, der schreibt, wahrgenommen wissen möchte, daß bei ihm hinter einer witzigen Fassade gleich der Abgrund beginnt.
Abgrund diesmal schon auf dem Cover: ein fetter Mann (mit roter Badekappe und riesiger Badehose) steht hoch oben auf dem Sprungbrett eines Schwimmbads- gleich wird er sich ins schwarze Cover-Nichts stürzen. Und stürzen wird auch er, aber ins reale Nichts, der "dicke Dichter".
Alden heißt er, wie Zschokke gegen Ende raunt, oder Ingold, er kommt schon bald zu Tode, ganz profan, bricht einfach zusammen in einem Bahnhofsrestaurant: "So erreichte er, daß zuletzt, als er starb, tatsächlich niemand sein Fehlen bemerkte." Keine erschütterte Nachwelt.
Der Rest der Biographie ist eine Rekonstruktion aus dem Nachlaß. Eine große Literaturleuchte war dieser dicke Dichter anscheinend nicht, erbärmlich-grausam knirscht der Reim: "Schon wieder ist ein Jahr vorbei, diesmal ist kein Vers dabei."
Zschokkes Romane sind von Anfang an immer Roman-Simulationen gewesen, Roman-Romane, die das Genre glänzend-perfide konterkarieren- auch beim Dicken Dichter dürfen sich die Gralshüter der reinen Form die Haare raufen (falls noch vorhanden). Der dicke Dichter spricht über sich und charakterisiert zugleich treffend Zschokkes Opus: "Ich schreibe zur Zeit an einem Buch. Darin soll nichts geschehen, die Zeiten sind Zeiten, mehr nicht, die Geschichten folgen brav eine hinter der anderen, manchmal geht ihnen die Luft aus, kleine Geschehnisse, Anekdoten, Zeug, von einem Dichter aufgeschrieben, der sich des schönen Titels wegen als dick bezeichnet. Manchmal gerät der Schreibende selbst ins Zentrum, ins Visier des Lesers, deckt sich mit dem Buchhelden, der ich bin, der jeder ist, erbarmungslos." Mit diesem Credo entpuppt sich der dicke Dichter als Zschokkes Strohmann. Und ist unser aller Sensenmann.
Traum eines jeden wahren Dichters dürfte wohl sein, ohne Haupt- und Staatsaktion auszukommen und ein Buch über "NICHTS" zu schreiben (das, freilich, geheckt -nolens volens- wieder zu einem Etwas wird, werden muß): Stifter, Handke & Co. haben sich diesen Traum erfüllt, und Zschokke hat es im Dicken Dichter auch getan, denn es "steht längst alles geschrieben, die schönsten, wahrsten Seiten liegen herum auf den Wegen zwischen den Mauern, wobei wir wissen, daß auch sie letztendlich aus lauter Irrtümern bestehen, diese schönsten, wahrsten Seiten, daß sie uns ablenken, uns irremachen, daß sie die Mauern sind und daß wir uns hüten sollten davor, immer neue Seiten draufstapeln zu wollen, Schicht auf Schicht, Geschichten, und tun es doch, verzweifelt, lenken ab, bringen die liebenswürdigsten Romanhelden erbarmungslos immer wieder um, murksen zarte Fräuleins ab..., nur um der Stille zu entrinnen, und tritt sie trotz aller Vorkehrungen ein, die Stille, so starren wir uns entsetzt in die Gesichter, in die Augen, die weit offen stehen, und sehen darin, daß auch das Gegenüber weiß, wie verkehrt alles ist, wie falsch, das Denken, die Richtung des Denkens, das Aufstehen, das Ins-Bett-Gehen, das Bett an sich, die Hosen, die Schuhe, die Haarschnitte, die Wissenschaften, die Religion, die Philosophie..."
Der Satz geht kaskadisch noch eine Seite weiter (und es gibt viele andere Kaskaden), schreit existentielle Verzweiflung heraus, die leitmotivisch - brutal Zschokkes Dicken Dichter ins Düstere färbt: "Es ist die Hölle, nichts zu tun zu haben und erbärmlich ist es, etwas zu tun. Wenn wir innehalten im Tun, dann schweifen unsere Blicke ab, werden stumpf und leer, wir erschrecken, erblassen vor dem Nichts, in das sie gleiten, also halten wir uns fest an den winzigen Hälmchen des Alltags, am Fensterputzen und Einkaufen, am Briefeschreiben und Haarewaschen, wie entsetzlich die Leere... der erschreckende Stumpfsinn des Alltäglichen; wo man gut daran tut, sich -solange man noch gelenkig genug ist- hinten auf die Karren der Besserwisserei zu schwingen, die ab und zu hochrädrig vorüberrollen, schnell und leicht, zu den Höhen der Herrschaft. Abends ist es besser. Es sollte immer Abend sein."
So klingt die Melodie, die Zschokkes gesamten Roman dominiert. Und Berlin, der Hauptschauplatz, ist längst Moder und Verfall, ohne Zukunft. Zschokke hat sich vom Autor als "lustiger Person" verabschiedet- auch wenn sein alter Schalk immer wieder noch einmal aufblitzt, etwa in den hemmungslos geflunkerten Geschichten, die der dicke Dichter seinem unterhaltungssüchtigen geliebten Severinchen erzählt: Gute Nacht, Welt!
Matthias Zschokkes morbides Werk Der dicke Dichter ist der erste Fin-de-siècle-Roman der Jetztzeit- etliche Bücher anderer werden wohl noch folgen zur nahenden Jahrhundert- und Jahrtausendwende.
Der dicke Dichter wurde in Deutschland von der maßgeblichen Kritik fast völlig ignoriert, in der Schweiz jedoch hymnisch rezensiert. "Ein Wunderding, dieses kapriziöse Buch", war in der "Neuen Zürcher Zeitung" zu lesen. Und der Schriftsteller Urs Allemann schrieb in der "Basler Zeitung": "Ein Buch, das unsere Ratlosigkeit um nichts verringert- und warum sollte es, bitte? Ein zauberhaft ratloses, mutloses, mattes Buch über <<uns>> (wer immer das sein mag: <<Dieses Wir immer, das tröstliche Wir, das nicht existiert...>>, über unsere Ratlosigkeit, Mutlosigkeit, Mattigkeit: <<...wir alle wissen alles, das lähmt, verstehst du...>> Ein Buch über <<die Menschen mittleren Alters>>, die endlich gelernt haben, sich auszudrücken, <<und schon geht ihnen auf, dass das nichts hilft>>. Ein gelassen schwarzgalliges Buch. Ein Buch, in dem Tod, Staub, Leere, Verwahrlosung allgegenwärtig sind. Ein Buch, das einen Zustand anpeilt, <<wo jede Spitzfindigkeit schal und trüb wird, wo mit unverblümter Offenheit hinter allem die Banalität hervorgrinst>>. Ein Buch über das schäbige Geschäft des Schreibens, über das abgekartete Spiel mit Figuren- und über <<diese unendliche Angst, die uns treibt zu schreiben und zu schreiben>>. Ein Buch, das es <<Nichtigkeiten>> (einer rennenden Maus in der Tordurchfahrt, einer ziehenden Wolke) zutraut, <<von einem Moment auf den andern Glück auszulösen>>. Ein Buch, das uns poetisch streunend, <<ins fahle Licht der Wahrheit>> zerrt- und wir und es und einfach alles fällt darin, wie Hefeklösse, zusammen."

*


Matthias Zschokke, Schweizer Dichter & Filmemacher, der mittlerweile am Beginn seines fünften Lebensjahrzehnts steht, hat in den letzten 14 Jahren fünf Prosabände, vier Theaterstücke und drei Spielfilme vorgelegt. Er ist vielfach mit Preisen ausgezeichnet worden, und die jüngste Brockhaus-Enzyklopädie nennt seinen Namen. Zwar gab es zahlreiche (und bei weitem überwiegend positiv wertende) tagespublizistische Bemühungen um sein Werk (die in der Bibliographie verzeichnet sind), jedoch blieb ihm "breite" Anerkennung bislang versagt. Wie für manch anderen Großen der Literatur in der Vergangenheit gilt immer noch -leider- auch für Zschokke, den Eigenbrötler, den Einzelgänger, den durch nichts und niemanden Vereinnahmbaren, den im heutigen Literaturbetrieb Unzeitgemäßen, den wundersam wunderbaren Fremdling, Ariosts Wort: "Es hat in unserer Mitte Zauberer..., aber niemand weiß sie."































MATTHIAS - ZSCHOKKE - BIBLIOGRAPHIE
1981-1996






















I. VERÖFFENTLICHUNGEN VON MATTHIAS ZSCHOKKE

1. Prosa

Max. Roman. München: List 1982; 2. Auflage 1982; Frankfurt/M.-Berlin- Wien: Ullstein 1984 (Taschenbuch Nr. 261o4); Genève: Zoé 1988; Nimes: Chambon 1989 (Übersetzung: Gilbert Musy; Nachwort: Heinz F. Schafroth)
Prinz Hans. München: List 1984; Frankfurt/M.-Berlin-Wien: Ullstein 1986 (Taschenbuch Nr. 2o797)
ErSieEs. München: List 1986; Hamburg-Zürich: Luchterhand 1992 (SL 1o28) [Überarbeitete Ausgabe]
Piraten. Roman. Frankfurt am Main: Luchterhand 1991
Der dicke Dichter. Roman. Köln-Basel: Bruckner & Thünker 1995; 2. Auflage 1995



2. Theater

Elefanten können nicht in die Luft springen, weil sie zu dick sind -oder wollen sie nicht-. Berlin: Kiepenheuer 1983 [Bühnenmanuskript]; [ohne Titel] gedruckt in: Prinz Hans. A.a.O.
Brut. Schauspiel mit Musik. Berlin: Kiepenheuer 1986 [Bühnenmanuskript]; Frankfurt am Main: Luchterhand 1991; L'Heure bleue ou la nuit des pirates. Carouge-Genève: Zoé 1993 [Französische Buchausgabe; Übersetzung: Gilbert Musy]
Die Alphabeten. Berlin: Kiepenheuer 199o [Bühnenmanuskript]; Literate People [Englische Übersetzung: Tony Meech]; Les Alphabètes [Französische Übersetzung: Gilbert Musy]; Los Alfabetos [Spanische Übersetzung: Victor-L. Oller]. München: Goethe-Institut 1996/ Berlin: Kiepenheuer 1996
Der reiche Freund. Berlin: Kiepenheuer 1994 [Bühnenmanuskript]; gedruckt in: Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH/ SCHAUSPIEL Hannover (Hg.), Programmheft Nr.25, Spielzeit 1994/95



3. Film

Edvige Scimitt. München: Titania Film 1985
Der wilde Mann. Zürich: LOOK NOW! 1988
Erhöhte Waldbrandgefahr. Zürich: Lang AG 1996



4. Hörspiel

Brut. "Rias", Berlin, 17.1.199o



5. Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien

Max auf der Suche nach sich selbst. "Bieler Tagblatt/ Seeländer Bote", 14.11.1981 [Auszug aus "Max"]
Max. "Der Bund", Bern, Nr.297/ 19.12.1981 - Nr.13/ 18.1.1982 [Abdruck in Fortsetzungen]
Ansprache Matthias Zschokkes anlässlich der Preisübergabe. In: "Neues Bieler Jahrbuch 1981", Biel 1982
In: Gabi Kohwagner (Hg.), Kopfstand. Haunshofen: Semikolon 1982 [Auszug aus "Prinz Hans"]
Prinz Hans. In: Beatrice Steiner und E.Y. Meyer (Hg.), Geräusche. Karlsruhe: Literarische Gesellschaft 1982 [Auszug aus "Prinz Hans"]
Halle. In: Bodo Morshäuser (Hg.), Thank You Good Night. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1985 (edition suhrkamp Nr.1227)
Edvige Scimitt. "Filmpodium-Programm", Zürich, April 1986
XI Matthias Zschokke. "Basler Zeitung", 15.5.1986 [Antwort auf die Umfrage: Max Frisch wird 75: Was bedeutet er jungen Autoren?]
Die Erdbeertorte. In: Texte aus dem Aargau. Aarau: Argauische Kantonalbank 1987
75o Jahre Theatertreffen Berlin. In: Peter von Becker, Michael Merschmeier und Henning Rischbieter (Hg.), Theater 1987 [Jahrbuch der Zeitschrift "Theater heute"]. Zürich: Orell Füssli + Friedrich 1987
In: Stefan Hösl, Bonndorf/ Schwarzw.: Landkreis Waldshut 1987 [Vorwort zum Katalog]
Amateure Autodidakten Dilettanten Ich. In: Herzblut. Zürich: Museum für Gestaltung 1987 [Vorwort zum Katalog]; Auszug u.d.T.: Der Dichter. Programmheft zur Uraufführung von "Brut", Bonn 1988
Vorsatz zu Brut. "Magazin zum Berliner Theatertreffen 1987", Berlin 1987; dass. im Programmheft zu "Brut"
Der wilde Mann. Xanadu Film: Zürich 1988 [Produktions-Prospekt]; dass. in "Spiel im ZDF", Mainz, Heft 1/ Januar 1989; dass. u. d. T.: Wie ein Deutscher in der Schweiz eine Nacht lang nicht schlafen konnte. "Filmpodium", Zürich, Januar 199o
Die Wahrheit über Herrn Nettelbeck. "Basler Zeitung", 28.1o.1989 [Auszug aus "Piraten"]
Von Kondomen und Dämonen. "Filmpodium", a.a.O.
Einiges aus dem Leben der Dichter. "Basler Zeitung", 6.1.199o
Die unergründbare Elektrik. In: Christoph Siegrist (Hg.), Schweizer Erzählungen, Bd. 2. Frankfurt am Main: Suhrkamp 199o
Zusammenklang nach den dubiosen Regeln der Empfindungswelt. "Basler Zeitung", 12.4.1991 [Drei Briefe an Pia Reinacher zu "Piraten"]
La différence entre 1291 et 4711. "Écriture", Lausanne, Nr.37/ 1991
Arbeitsnotiz zur Programmheftgestaltung. Programmheft zu "Brut", hg. vom Deutschen Schau-spielhaus, Hamburg 1991
Neues Deutschland. "Neue Rundschau", Frankfurt am Main, 1o2.Jg./1991, Heft 3
Vous nous racontez des histoires?/ Une histoire. "La Licorne" [Écrivains présents], Poitiers 1991
Reichstag, Berlin. "NZZ- Folio", Zürich, Nr.12/ 1991
Vom Glück des Mitlaufens. "NZZ-Folio", Zürich, Nr.7/ 1992
Rede bei der Verleihung des Gerhart-Hauptmann-Preises. Freie Volksbühne/ Berlin, 8.11.1992 [Typoskript]
Der weinende Sänger. "Neue Zürcher Zeitung", 5./6.12.1992
Sommer. "Berner Zeitung", 24.9.1994
In Programmheft: Journées Littéraires de Soleure - Solothurner Literaturtage - Giornate Letterarie di Soletta- Sentupada Litterara a Soloturn 26.-28.Mai 1995
Am Meer. "ausdruck". Eine Verlags-Rundschau. [Ohne Ort] 1.Jg./ Nr.2, Juni 1995
Der Besuch. "Neue Zürcher Zeitung", 16.4.1996
Höhepunkt im Leben eines Dramatikers. "Magazin zum Berliner Theatertreffen 1996", Berlin 1996




II. VERÖFFENTLICHUNGEN ÜBER MATTHIAS ZSCHOKKE

1. Porträt- und Werkskizzen

Achermann, Erika: Die Weite von Berlin. "züri-tip", Zürich, 22.12.1989
Busch, Frank: Z- wie Zauberer. "Die Zeit", Hamburg, 44.Jg./ Nr.48, 24.11.1989
Dubois, Ursula: Mit Phantasie der Wirklichkeit trotzen. "Berner Zeitung", 2o.6.1986
Eichenlaub, Hans M.: "Ich möchte, dass das, was ich mache, verstanden wird". "Der Bund", Bern, 9.1.199o; dass. u.verschied. T. in: "Aargauer Tagblatt", Aarau, 6.1.199o; "Bündner Zeitung", Chur, 8.1.199o; "Der Landbote", Winterthur, 6.1.199o; "Luzerner Tagblatt", 8.1.199o
Guglielmetti, Thomas: Dramaturgie des Stillstands. Universität Basel, April 1996 [Typoskript]
Habicht, Werner u.a. (Hg.): Zschokke, Matthias. In: Der Literatur-Brockhaus, Bd.3. Mannheim: Brockhaus 1988 [Falscher Geburtstag]
Hadorn, Werner: Matthias Zschokke. "Biel-Bienne", 12.11.1981
Höpfner, Niels: Ein sanfter Rebell der Literatur. "Radio DRS", Basel, 28.5.1986; 28.7.1987; ders.: Der schüchterne Rebell Matthias Zschokke. "DeutschlandRadio Berlin", 17.2.1995
Hubler, Rolf: Verweigerung als Stil. Lizentiatsarbeit an der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Bern/ Deutsches Seminar. Bern 1987 [Typoskript]
Käser, Rudolf: Zschokke, Matthias. In: Walther Killy (Hg.), LiteraturLexikon, Bd.12. Gütersloh/ München: Bertelsmann 1992
Kraft, Thomas: Zschokke, Matthias. In: Dietz-Rüdiger Moser (Hg.), Neues Handbuch der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1945. München: Nymphenberger 199o; dtv 1993
Moser, Samuel: Matthias Zschokke. In: Heinz Ludwig Arnold (Hg.), Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur [KLG]. München: edition text + kritik 1992
Munzinger-Archiv: MATTHIAS ZSCHOKKE. Biograph. Archiv 6/9o. K o1931o-1 Z-WE 1. Ravensburg: Munzinger 199o
Neidhardt, Christoph: Elefanten und ein Clown, der rot wird. "Die Weltwoche", Zürich, 54.Jg./ Nr.21, 22.5.1986
Overhoff, Carolin: Dichter oder Schwätzer? Über die Künstler-Figuren in Matthias Zschokkes Theaterstücken. Programmheft zu "Der reiche Freund", Hannover, a.a.O.
Schanda, Susanne: Als Erzähler immer auch Spieler und Dramatiker. "Berner Zeitung", 24.8.1994
Schmid, Heinz: Nach Laune Buch, Film, Theater. "SonntagsBlick", Zürich, 31.12.1989
Sucher, C. Bernd (Hg.): Zschokke, Matthias. In: Theaterlexikon, München: dtv 1995
Völker, Klaus: Ein Abenteuer gegen die Ödnis des Lebens. "Der Tagesspiegel", Berlin, 28.9.1991; ders.: Scherz, Satire, Melancholie. "Berliner Theater", Heft 1o, Dezember 1992 [Auszüge aus der Laudatio zur Verleihung des Gerhart-Hauptmann-Preises]
[an.]: AUTORENPORTRÄT Matthias Zschokke. "Theater-Rundschau", Bonn, Juni 1991
[an.] Zschokke [...] 3) Matthias. In: Brockhaus Enzyklopädie, Bd.24. Mannheim 1994 [Falscher Geburtstag]



2. Einzeldarstellungen


Max

a) Deutsche Ausgabe

Barth, Achim: Wie Heinrich Zschokkes Nachfahre Deutschland heute sieht. "Münchner Merkur", 2o./21.2.1982
Beck, Kurt: Lieber auf die Barrikaden. "Die Woche", Zürich, 2o.11.1981
Becker, Michael: Ein Balanceakt im Packeis. "Nürnberger Nachrichten", 2o.8.1982
Brender, Irmela im "Süddeutschen Rundfunk", Stuttgart, 18.4.1982
Burri, Peter: Ein Max zum Mögen. "Basler Zeitung", 13.3.1982
Deckstein, Dagmar in "Hessische Allgemeine Zeitung", Kassel, 6.11.1982
Eckerle, Ejo: Die gewohnte Sicht der Dinge aufbrechen. "Münchner Buch-Magazin", Nr.14, August 1982
Goetz, Rainald im "Deutschlandfunk", Köln, 22.8.1982
Grebe, Ellen: Max- wie ein Chamäleon. "tz", München, 26.2.1982
Hippler, Christiane: Der widerwillige Schweizer. "Acher- und Bühler Bote", Bühl, 7.1o.1982
Höchli, Stefan: Matthias Zschokke: Max. "Aargauer Volksblatt", Aarau, 24.4.1982
Höpfner, Niels im "Norddeutschen Rundfunk", Hannover, 22.7.1982; Teilabdruck (Matthias Zschokke- ein sanfter Rebell): "Deutsches Ärzteblatt", Köln, 83.Jg./ Heft 2o, 14.5.1986
Hrabe, B.: Auf der Suche nach Max. "Salzburger Nachrichten", 1o./11.7.1982
Krüger, Michael: Max bleibt. Die Welt muß sich ändern. "Die Zeit", Hamburg, 37.Jg./Nr.14, 2.4.1982. Auch in: Volker Hage (Hg., in Zusammenarbeit mit Adolf Fink), Deutsche Literatur 1982. Ein Jahresüberblick, Stuttgart: Reclam 1983 (Universal-Bibliothek Nr. 7915); ders. im "ZDF" ("aspekte"), Mainz, 7.5.1982
Kuhn, Christoph: "Ich nenne ihn Max. Aber wer ist schon Max?" "Tages-Anzeiger", Zürich, 1o.3.1982
Lettau, Annette: "Wir sind gerne etwas speziell". "Westermanns Monatshefte", Braunschweig", Nr.9/ 1982
Marckwald, Ernst: Mit Originalität auf der Suche nach innen. "Der neue Tag", Weiden, 22.9.1982
Melchinger, Christa im "Südwestfunk", Baden-Baden, 16.9.1982
Meucelin, Marianne: Sich selber suchen. "St. Galler Tagblatt", 2.4.1982; dies.: Ein Individualist wider Willen. "Der Landbote", Winterthur, 31.7.1982; dies.: Max als Selbstportrait. "Aargauer Tagblatt", Aarau, 11.9.1982
Michaelis, Tatjana im "Bayerischen Rundfunk", München, 8.9.1982
Minwegen: Ein junger Mann geht aus der Schweiz fort, um in Berlin als Schauspieler zu leben. "Das neue Buch- Buchprofile für Katholische Büchereiarbeit", Bonn, 27.Jg./Nr.5, 1982
Moser, Samuel: Max oder das Holzapfelverlangen. "Süddeutsche Zeitung", München, 1.4.1982; ders. in "Radio DRS", Zürich, 25.8.1982
Nawe, Günter: Mann ohne Eigenschaften. "Kölnische Rundschau", 3o.9.1983
Pulver, Elsbeth: Max. "Bücherpick", Urtenen, Nr.1/ 1982
Renz, Peter im "Hessischen Rundfunk", Frankfurt, 22.4.1982; dass. u.d.T.: Die Verweigerung von Geschichte. In: "Neues Bieler Jahrbuch 1981", Biel 1982
Schachtsiek-Freitag, Norbert: Traurige Wahrheiten. "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt", Hamburg, 22.8.1982
Schafroth, Heinz F.: Von der Schwierigkeit sich sich vom Leib zu halten. In: "Neues Bieler Jahrbuch 1981", a.a.O. [Laudatio zur Verleihung des Robert-Walser-Preises]; ders.: Widerpart und Kompagnon. "Evangelische Kommentare", Stuttgart, Nr.12/1982; ders.: Von Ioioio zu Oioioi. Ohne Ort und Datum [Typoskript]; ders.: Verweigerung als "Stil". In: "Aspekte der Verweigerung in der neueren Literatur aus der Schweiz" (Sigriswiler Kolloquium der Schweizerischen Akademie der Geisteswissenschaften). Zürich: Ammann 1988
Schmitz, Klaus in der "Deutschen Welle", Köln, 12.7.1982
Schnitzler, Alexander: Rückblick auf 23 Jahre "Max". "Generalanzeiger für Bonn", 15.7.1982
Schulze, Hartmut: Ein Schweizer Prinz in West-Berlin. "Der Spiegel", Hamburg, 38.Jg., Nr.34/1984
Schütte, Wolfram: Mann Max mit & ohne Eigenschaften. "Frankfurter Rundschau", 22.5.1982
Stänner, Paul im "Sender Freies Berlin", 12.5.1982; ders.: Nicht zuständig. "Der Tagesspiegel", Berlin, 13.6.1982; dass.in: Volker Hage, a.a.O.
Stenger, Michael: Eine vergebliche Suche. "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", Essen, 3o.3.1982
Stierli, Heinz: Matthias Zschokkes erster Roman "Max". "Vaterland", Luzern, 14.4.1982
Stumm, Reinhardt: Preise kannte er nur vom Gemüsemarkt. "Tages-Anzeiger", Zürich, 25.11.1981; dass. in: "Neues Bieler Jahrbuch 1981", a.a.O.
Ueding, Gert: Zwang zur Belanglosigkeit. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 2o.4.1982
Weiss, Christina im "Saarländischen Rundfunk", Saarbrücken, 8.8.1982
Winkels, Hubert: Der wackelnde Charakterkopf. "Überblick", Düsseldorf, Nr.42/Mai 1985
Wolff, Uwe: Schwanengesang auf den Zeitgeist. "Rheinischer Merkur"/ Christ und Welt", Bonn, 2.4.1982
Zacharias, Carna: Sehen, wie Sätze entstehen. "Abendzeitung", München, 15./16.5.1982
[an.]: Interview mit Matthias Zschokke. Voller Leidenschaft. "Bieler Tagblatt", 14.11.1981
[an.]: Preisgekröntes Erstlingswerk. "Femina", Zürich, Nr.8, 14.4.1982
[an.] in "Wirtschaftswoche", Düsseldorf, Nr.19, 7.5.1982
[an.]: Gegen die Sprachlosigkeit. "Zofinger Tagblatt", 29.5.1982
[an.]: Freiheit als Zwang. "Badisches Tagblatt", Baden-Baden, 3.9.1982
[an.]: Bücherkiste. Matthias Zschokke- Max. "Der Schweizerische Beobachter", Glattbrugg, Nr.18, 3o.9.1982
[an.]: Die Romanernte. "Arbeiter-Zeitung", Wien, 21.1.1983
[C.C.] (=Cornu,Charles): Traumtänzer und Eulenspiegel. "Der Bund", Bern, 3.4.1982
[duf.]: Max von Matthias Zschokke. "Thuner Tagblatt", 2.4.1982
[eka]: Max mag nur Max und sonst nichts. "Welt am Sonntag", Hamburg, 14.3.1982
[EvS] (=van Stein, Emmanuel): Zschokke las aus "Max". "Kölner Stadt-Anzeiger", 16.9.1983
[GRS.]: Enttäuschender Erstling. "Solothurner Zeitung", 4.5.1982
[gwk]: Das Buch von Max. "Reutlinger General-Anzeiger", 29.9.1982
[JW]: Person und Erzähler. "Wiesbadener Kurier", 26.3.1983
[K.B.]: Sprachbällchen. "Esslinger Zeitung", 7.3.1983
[m.v.] (=Zelger-Vogt, Marianne): Vexierspiel mit einer Romanfigur. "Neue Zürcher Zeitung", 2o./21.3.1982
[Phi.]: Matthias Zschokke, Schriftsteller, Berlin. "Der Bund", Bern, 14.11.1981; dass. in.: "Neues Bieler Jahrbuch 1981", a.a.O.



b) Französische Ausgaben

Faure, Gabrielle: Deux images du 2oe siècle: 1919: DEMIAN, de Hermann Hesse -1982: MAX, de Matthias Zschokke. "Service de Presse Suisse", ohne Ort und Datum [Typoskript]
Giauque-Gagnebin, Dominique: Max. "La Vie Protestante", Genève, 3.3.1989
Lucas, Gérald: Max. "GHI- Genève Home Informations", 5.1.1989
Prat, Y.: "Max". "Calades", November 1989
Rüf, Isabelle: Matthias Zschokke, génie familier. "L'Hebdo", Lausanne, 22.12.1988
Schiltknecht, Wilfred: Max? Un stratège de l'imaginaire. "Journal de Genève", 1o.12.1988
[an.]: Aimez-vous Max? "Gazette de Lausanne", 3.9.1988
[an.]: Max. "L'Est Vaudois", Montreux, 7.3.1989
[an.]: La Suisse en livres. "Construire (MIGROS)", Zürich, 19.4.1989 [Sammelartikel]
[an.]: Vient de Paraitre. "Libération", Paris, 26.1o.1989
[an.]: MATTHIAS ZSCHOKKE, ECRIVAIN ET CINEASTE. "Lyon Figaro", 9.5.199o
[B.,Bernadette]: <<Max>> ou les états d'âme d'un auteur suisse-allemand de Berlin-Ouest. "Le Monde", Paris, 9.5.199o
[F.K.]: Max. "Journal du Jura", Bienne, 21.12.1988
[J.P.M.]: <<Max>> ou le comédien du paradoxe. "Le Progrès", Lyon, 11.5.199o
[M.S.]: <<Max>> de Matthias Zschokke - Esquisse pour un non-conformiste. "Journal et Feuille d'Avis de Vevey Riviera", 23.12.1988
[Qg-T]: Max et son double. "Libération", Paris, 11.5.199o
[S.Pr]: Ecrivains de Berlin. "24 Heures", Lausanne, 18.5.1989
[V.E.]: Max. "Femina", Lausanne, 3.2.1989
[Y.-M.R.]: <<Max>>> de Matthias Zschokke. "Dossiers Publics", Genève, Nr.64/ März 1989



Prinz Hans

Barth, Achim: Prinz Hans gegen den Rest der zubetonierten Welt. "Münchner Merkur", 1o./ 11.3.1984
Becker, Michael: Ein schöner Jux. "Nürnberger Nachrichten", 3.9.1984
Bugmann, Urs: Erzählen wird Selbstzweck. "Luzerner Neuste Nachrichten", 25.7.1984
Burri, Peter: Aus Max wurde jetzt Hans. "Berner Zeitung", 4.6.1984
Giesler: Parabel städtischer Existenz. "Das neue Buch-Buchprofile für Katholische Büchereiarbeit", Bonn, 29.Jg./ Nr.5, 1984
Hahn, Friedrich: Die Welt des Erzählers ist in ihre Einzelteile zersprungen. "Kurier/ Freizeitwoche", Wien, 16.-22.6.1984
Höpfner, Niels: Spiel ums Leben. "Frankfurter Rundschau", 5.5.1984; gekürzter Nachdruck (Matthias Zschokke- ein sanfter Rebell): "Deutsches Ärzteblatt", a.a.O.
Huber, Rupert: Die Abenteuer eines Antihelden. "Augsburger Allgemeine", 8./9.9.1984
Krättli, Arnold: Werden und Wollen. "Schweizer Monatshefte", Zürich, Nr.9/ September 1984 [Sammelartikel]
Kuhn, Christoph: Dem Hans steht der Max vor der Sonne. "Tages-Anzeiger", Zürich, 2.6.1984
Marthaler, Peter: Im Banne Robert Walsers. "Solothurner Zeitung", 3o.5.1984
Mings, Ute im "Bayerischen Rundfunk", München, 5.9.1984
Moser, Samuel: Einer, dem die Welt nicht gehört. "Süddeutsche Zeitung", München, 12.4.1984
Neunzig, Hans A.: Rotzbub mit Kassandrawissen. "Sender Freies Berlin", 19.4.1985
Quack, Josef: Von Witzworten spärlich erleuchtet. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 19.4.1984
Sachße, Tilman im "Norddeutschen Rundfunk", Hannover, 19.7.1984
Schafroth, Heinz F.: Matthias Zschokke: Prinz Hans."Aargauer Tagblatt", Aarau, 8.12.1984
Scheuzger, Jürg: O wie gut, dass niemand weiss... . "Neue Zürcher Zeitung", 16./17.9.1984
Schlodder, Holger: Prinz Hans- doppelt. "Wiesbadener Kurier", 16.6.1984; dass. u.d.T.: Wundersame Geschichten um Prinz Hans. "Mannheimer Morgen", 4.9.1984; dass. u.d.T.: Wiederholung eines Geniestreiches. "Darmstädter Echo", 6.1o.1984
Schneider, Helmut: Reizvolle Erzählanläufe. "Salzburger Nachrichten", 25./26.8.1984
Schulze, Hartmut: Ein Schweizer Prinz in West-Berlin. A.a.O.
Stierli, Heinz: Lauter Scherben, die kein Bild ergeben. "Der Landbote", Winterthur, 3o.6.1984; ders.: Scherben, die kein Bild ergeben. "Vaterland", Luzern, 21.8.1984
Thomas, Arnfried: Prinz Hans. "Deutsche Tagespost", Würzburg, 27./28.7.1984
Thurnher, Harald: "Der strukturierte Märchenprinz". "Vorarlberger Nachrichten", Bregenz, 31.3.1984
Vogler, Heini in "Radio DRS", Basel, 3o.5.1984
Winkels, Hubert: Der wackelnde Charakterkopf. A.a.O.
Witte, Axel: Wie alle- und wie viele den Wunsch, ganz anders zu sein. "Volksblatt Berlin", 7.7.1984
[C.C.] (=Cornu, Charles): Eulenspiegel in der Großstadt. "Der Bund", Bern, 26.5.1986
[ig]: Die Welt als Puppenspiel. "Kreiszeitung für die Landkreise Diepholz und Nienburg/ Hoyaer Wochenblatt", 2.3.1985
[lg]: Matthias Zschokke: Prinz Hans. "Donau-Kurier", Ingolstadt, 8.6.1984
[W.P.]: Amüsante Prosa über blasierten Kioskverkäufer. "Berliner Morgenpost", 4.1o.1984



ErSieEs

Bielefeld, Claus-Ulrich: Azoren in allen Poren. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 9.5.1986
Burri, Peter: Matthias Zschokke oder <<Ersiës>> de Glych>>. "St. Galler Tagblatt", 24.6.1986
Chiquet, Pierre: Von einer frappanten Nichtigkeit. "Nordschweiz-Basler Volksblatt", 1o.6.1986
Falcke, Eberhard: Poesie und Pose. "Süddeutsche Zeitung", München, 28./29.6.1986
Fleck im "ORF", Wien, 17.8.1986
Heering, Andreas: Krummgehaune Sätze. "Stuttgarter Zeitung", 13.9.1986
Höpfner, Niels: Froh um krummgehauene Sätze. "Der Spiegel", Hamburg, 4o.Jg., Nr.2o/1986
Isermann, Ingrid: Surrealismus des Bewußtseins. "Neue Zürcher Nachrichten", 16.4.1986
Krauber, Helmut: Mythisches. "Stadtzeitung", München, 3o.5.1986
Krause, Werner: Der zarteste und letzte von allen. "Kleine Zeitung/ TV-Illustrierte", Graz, 3.5.1986
Meier, Peter: Ein Schatzkästlein des Zeitgeists. "Tages-Anzeiger", Zürich, 27.5.1986
Pulver, Elsbeth: Mit Freundlichkeit der eigenen Erstarrung beiwohnen. "Neue Zürcher Zeitung", 9.5.1986
Schafroth, Heinz F.: Ersies, der in der Abendsonne Sitzende. "Basler Zeitung", 9.11.1985; ders.: Der Einfalt und die Wolfshunde. "Basler Zeitung", 12.6.1986
Schaub, Hanns: Für immer ausruhen von allem Bösen. "Die Welt", Hamburg, 5./6.1986
Schulze-Reimpell, Werner im "Norddeutschen Rundfunk", Hannover, 18.7.1986; ders.: Beifall für ein Plaudergenie. "Der Tagesspiegel", Berlin,
17.8.1986; ders.: Plaudergenie auf dem Kanapee. "Rheinischer Merkur/ Christ und Welt", Bonn, 22.8.1986
Wilmes, Hartmut in der "Deutschen Welle", Köln, 22.9.1986
Winkels, Hubert im "Südwestfunk", Baden-Baden, 28.5.1986
[C.C.] (=Cornu, Charles): Von Kanapees aus die Welt betrachtend. "Der Bund", Bern, 26.4.1986
[-jek-]: Urlaubszeit-Bücherzeit. "Kurzeitung des Nordseeheil- und Schwefelbades St. Peter-Ording", 1.8.1986



Elefanten können nicht in die Luft springen, weil sie zu dick sind- oder wollen sie nicht-

Brenner, Wolfgang: Von Elefanten und Hirschen. "tip", Berlin, Nr.1o/1986
Burri, Peter: Stadtneurotiker werden Stadthirschen. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 5.7.1986
Eberhard, Erika: Die schönen Königskinder. "Magma", Zürich, Juni 1986
Frederiksen, Jens: Von Theatermachern, Imkern und antiken Helden am Reck. "Allgemeine Zeitung", Mainz, 17.5.1986 [Sammelartikel]
Ganz, Rudolph im "Sender Freies Berlin", 12.5.1986; ders.: Spaziergang in den Orient. "tip", Berlin, Nr.12/1986
Gerber, Werner und Sudars, Dieter: Gespräch mit Matthias Zschokke. Programmheft zur Aufführung Elefanten..., hg. vom "Theater zum westlichen Stadthirschen", Berlin 1986; dass. in: "Zeitmitschrift. Journal für Ästhetik", Düsseldorf, Nr.2/1986
Höpfner, Niels: Siehe Prinz Hans
Jenke, Eva: So einfach ist das also (doch nicht). "Volksblatt Berlin", 13.5.1986
Keck, Thomas in "Siegessäule", Berlin, Nr.6/1986
Qpferdach: Elefantitis. "die tageszeitung", Berlin, 21.5.1986
Rhode, Carla im "Sender Freies Berlin", 11.5.1986
Ritter, Heinz im "Deutschlandfunk", Köln, 12.5.1986; dass. u.d.T.: Leonce in der Fabrik. "Saarbrücker Zeitung", 22.5.1986
Roßmann, Andreas: Seume in Kreuzberg. "Der Tagesspiegel", Berlin, 14.5.1986
Rutkowski, Sabine: Orient now. "zitty", Berlin, Nr.11/1986
Sudars, Dieter: Siehe Gerber, Werner
Teuwsen, Isabell: Mit zügelloser Phantasie gegen Mäusefürze. "Tages-Anzeiger", Zürich, 27.6.1986
Völker, Klaus: Stücke-Markt. "Berliner Festspiele Magazin 1/86", Mai 1986 [Sammelartikel]
Wiegenstein, Roland H.: Es war einmal. "Frankfurter Rundschau", 23.5.1986 [Sammelartikel]
[an.]: Theater zum westlichen Stadthirschen (Berlin)/ Elefanten können nicht in die Luft springen, weil sie zu dick sind- oder wollen sie nicht? von Matthias Zschokke. "Sonderheft zum ,3. Heidelberger Stückemarkt'", Mai 1986
[an.]: Orientalischer Traum. "Südost-Express", Berlin, 9.Jg./Nr.6, Juni 1986
[A.R.] (=Roßmann, Andreas): Hirsch-Sprung. "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt", Hamburg, Nr.22, 1.6.1986
[Krys]: Elefanten zu Gast im Stadthirschen. "Berliner Morgenpost", 14.5.1986
[nyb]: Stadthirsch kommt mit dem Stück von den Elefanten. "BZ", Berlin, 12.5.1986
[pl]: Café Oriental. "Rhein-Neckar-Zeitung", Heidelberg, 24.5.1986
[veg.] (=Egli, Viviane): Orientalisches Klagelied. "Neue Zürcher Zeitung", 1.7.1986



Edvige Scimitt

Boebers, Jürgen: Suche nach Geborgenheit. "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", Essen, 18.1.1986
Brenner, Wolfgang: KNALLIG."Edvige Scimitt" von Matthias Zschokke. "tip", Berlin, Nr.8/1986
Brüne, Klaus (Red.): Lexikon des Internationalen Films, Bd.2. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1987
Chiquet, Pierre: Ein irrwitzig gewöhnliches Leben."Nordschweiz-Basler Volksblatt", 9.5.1986
Eichenlaub, Hans M.: Matthias Zschokkes erstaunlicher Erstling. "Bündner Zeitung", Chur, 22.4.1986
Geldner, Wilfried: Weit entfernt. "Süddeutsche Zeitung", München, 17.5.1986
Höpfner, Niels: Wie ein Jungfilmer entsteht. "Deutschlandfunk", Köln, 12.8.1985; Kurzfassung: "Sender Freies Berlin", 8.9.1985; Teilabdruck (Jungfilmer Zschokke in Hof: Leben filmen): "Basler Zeitung", 3o.1o.1985 und "Spiel im ZDF", Mainz, Heft 5/ Mai 1986
Jacobsen, Wolfgang: Edvige Scimitt. "epd-Film", Frankfurt, Nr.4/1986
Jansen, Peter W. im "ZDF" ("aspekte"), Mainz, 1o.1.1986
Just, Lothar R. (Hg.): FILM-Jahrbuch 1987. München: Heyne 1987 (Nr.32/1o5)
Kaps, Angelika: Edvige Scimitt. "Der Tagesspiegel", Berlin, 9.4.1986
Kilb, Andreas: Verhuschte Frau. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 17.5.1986
Lampert, Thomas: Lebenschronik eines Dienstmädchens. "Der Rheintaler", Heerbrugg, 17.5.1986
Lange, Hellmuth A.: Edvige Scimitt (ZDF). "Wiesbadener Kurier", 17.5.1986
Langholz, Rainer: Keine Moral. "Kieler Nachrichten", 17.5.1986
Leuthold, Beatrice: Kino der Emotion: Die eigene Haut zu Markte tragen, braucht Mut. "Tages-Anzeiger", Zürich, 21.1.1986 [Sammelartikel]
Loher, Bruno: Phantasie und Realität im Leben. "Neue Zürcher Nachrichten", 1o.4.1986
Meier, Peter: Multimedial aktiv- und das mit viel Erfolg. "Tages-Anzeiger", Zürich, 12.4.1986
Schäfer, Horst: Siehe Schobert, Walter
Schneider, Hape: Edvige war ein Frauenzimmer. "Züri-Woche", Glattbrugg, 1o.4.1986
Schobert, Walter und Schäfer, Horst (Hg.): Fischer Film Almanach 1987. Frankfurt a. Main: Fischer Taschenbuch 1987 (Nr.447o)
Schödel, Helmut: Schrottintensive Zeiten. "Die Zeit", Hamburg, 4o.Jg./Nr.46, 8.11.1985 [Sammelartikel]; ders.: Filmwolke. A.a.O., 41.Jg./Nr.22, 23.5.1986
Waeger, Gerhart: Edvige Scimitt- Ein Leben zwischen Liebe und Wahnsinn. "zoom", Bern, Nr.3/1986
Wehrli, Peter K. in "DRS", Zürich, Frühjahr 1986 [TV-Interview]
Zimmermann, Verena: Stadtkino: "Edvige Scimitt". "Basler Zeitung", 9.5.1986
[amü.] (=Müller, Adrian): Von Mythen und dramatischer Software. "Neue Zürcher Zeitung", 9.5.1989 [Sammelartikel]
[an.]: Film-Cocktail "Egg seul" hatte Premiere. "Nordbayerische Nachrichten", Forchheim, 28.1o.1985
[an.]: Edvige Scimitt. "Cinema", Zürich, Nr.12/ 1985
[bel.]: Requiem auf eine Dienstbotin. "Züritip", Zürich, 11.4.1986
[bel.]: "Edvige Scimitt", Saaltochter. "Tages-Anzeiger", Zürich, 15.5.1986
[B.Z.]: Edvige Scimitt. "Stuttgarter Zeitung", 17.5.1986
[dlw] (=Weber, Daniel): Ein tragikomisches Stationendrama. "Neue Zürcher Zeitung", 1o.4.1986
[Holl.] (=Holloway, Ronald): Edvige Scimitt. "Variety", New York, 13.11.1985
[K.W.]: Weg in den Wahnsinn. "Frankfurter Rundschau", 15.5.1986; dass. u.d.T.: Weg aus der Provinz. "Kölner Stadt-Anzeiger", 15.5.1986
[ml]: 22.o5, ZDF: "Edvige Scimitt". "Der Bund", Bern, 15.5.1986
[Sd]: Edvige Scimitt. "Frankfurter Neue Presse", 17.5.1986
[St.R]: Journal surréaliste. "Le Matin", Lausanne, 19.1.1986
[wg]: Leben im Hotel. "TR 7", Basel, Mai 1986



Brut

a) Bonner Uraufführung

Bruck, Werner im "Westdeutschen Rundfunk", Köln, 21.11.1988
Busch, Frank: Meuterei auf dem Unterhaltungsdampfer. "Süddeutsche Zeitung", München, 6.12.1988; ders.: Düsseldorf/ Bonn: Piranhas und Piratinnen. "Theater heute", Zürich, Nr.2/ 1989
Draeger, Wolfhart: Wenn die Schiffskapelle nicht mehr üben will. "Die Welt", Hamburg, 23.11.1988
Edinger, Elisabeth E.: Piraten segeln im Kreis. "Express", Köln, 21.11.1988
Gerber, Dieter: Von Einer, die mehr will als "nur" leben. "Generalanzeiger für die Bundeshauptstadt Bonn", 21.11.1988
Hennecke, Günther: Phantastik am Rhein. "Neue Zürcher Zeitung", 24.11.1988; ders.: Piraten-Ironie auf den Mast getrieben. "Passauer Neue Presse", 22.11.1988
Kanthak, Dietmar: Sinn über Bord. "Hannoversche Allgemeine Zeitung", 7.12.1988
Kill, Reinhard: Im Seichten dümpeln. "Rheinische Post", Düsseldorf, 26.11.1988
Lackmann, Thomas: Die Piraten fahren im Kreis. "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", Essen, 26.11.1988
Oehlen, Martin: Es konnte noch nie so weitergehen. "Kölner Stadt-Anzeiger", 21.11.1988
Pfister, Eva: Piraten, die am Leben leiden. "Mannheimer Morgen", 25.11.1988; dies.: Sehnsüchtige Weise vom Freibeutertum. "Tages-Anzeiger", Zürich, 29.11.1988
Pörtner, Rudolf: Die Welt als Irrenhaus. "Neue Westfälische", Bielefeld, 5.12.1988
Roßmann, Andreas: Seeräuberpistole. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 22.12.1988; ders.: Brut. In: Klaus Völker (Hg.), Bertelsmann SCHAUSPIELFührer. Gütersloh/ München: Bertelsmann 1992
Ruf, W.: Matthias Zschokke: Brut. "Die Deutsche Bühne", Zürich, Nr.2/1995
Schader, Ingeborg: Die Schöne und die See. "Rhein-Zeitung", Koblenz, 22.11.1988
Schmidt, Hannes: Von Literaten und Piraten. "NRZ" ("Neue Ruhr Zeitung/ Neue Rhein Zeitung"), Essen, 23.11.1988
Schödel, Helmut: Mein Pferd für eine Hose. "Die Zeit", Hamburg, 43.Jg./Nr.48, 25.11.1988
Schulze-Reimpell, Werner: Grüße vom Klabautermann. "Rheinischer Merkur/ Christ und Welt", Bonn, 25.11.1988; ders.: Der geheimnisvolle Matrose. "Der Tagesspiegel", Berlin, 25.11.1988
Stilett, Hans: Piratenschiff auf sinnloser Beutefahrt. "Gießener Anzeiger", 22.11.1988; ders.: Wort-Witz und Piraten-Logik. "Saarbrücker Zeitung", 25.11.1988
Stumm, Reinhardt: Tod im Traumboot der Sehnsucht. "Basler Zeitung", 25.11.1988
Terschüren, H.D.: Gestrandete Seeräuber. "Bonner Rundschau", Köln, 21.11.1988
Thiemer, Horst im "Deutschlandfunk", Köln, 19.11.1988
[an.]: V. 37 Kritiker nennen Höhepunkte der Spielzeit 1988/89. In: Peter von Becker, Michael Merschmeier und Henning Rischbieter (Hg.), Theater 1989 [Jahrbuch der Zeitschrift "Theater heute"]. Zürich: Orell Füssli + Friedrich 1989 [Wahl zum besten Nachwuchskünstler 1989 als Autor]
[aro] (=Roßmann, Andreas) im "Frankfurter Allgemeine Magazin", Nr.455, 18.11.1988
[epf.]: "Filigranes" über Seeräuberei. "Der Bund", Bern, 23.11.1988
[lnw]: Die Schöne bei den Seeräubern. "WZ -Westdeutsche Zeitung/ Düsseldorfer Nachrichten", 22.11.1988
[T.]: "Brut". "Theater-Rundschau", Bonn, Dezember 1988
[U.Sch.] (=Schreiber, Ulrich) in "Frankfurter Rundschau", 23.11.1988



b) Göttinger Aufführung

Griebler, Annelis: Vergebliches Träumen. "Kölner Stadt-Anzeiger", 22./23.11.1989
Sattler, Juliane: Das sirrende Sehnen. "Hessische Allgemeine", Kassel, 4.1o.1989
Winters, Hans-Christian: Schlaglichter, Blackouts... "Göttinger Tageblatt", 2.1o.1989
Zerull, Ludwig: Göttingen: Kein Abenteuer mit den Piraten. "Theater heute", Zürich, Nr.11/ 1989
[an.]: JT: Wieder mal gegen den Wind. "Blick", Göttingen, 27.9.1989
[an.]: ...auf Reisen gegangen, Neues zu (er)finden. "Extra Tip", Göttingen, 27.9.1989
[an.]: JT: Prima "Brut"- jetzt kommt Else. "Blick", Göttingen, 4.1o.1989
[lni]: Junges Theater zeitnah mit "Brut". "Bergische Landeszeitung", Bergisch Gladbach, 3.1o.1989; ders.: Zeitnah mit "Brut". "Oldenburgische Volkszeitung", Vechta, 3.1o.1989
[ters] (=Winters, Hans-Christian): Aufbruch unterm Totenkopf. "Göttinger Tageblatt", 3o.9.1989
[-tina-] (=Fibinger, Tina): Brut- Ein Piratenstück. "Hier und Jetzt", Duderstadt, Nr.1o/ 1989; dies.: Brut. A.a.O., Nr.11/ 1989
[V.K.]: BRUT. "charakter", Göttingen, Nr.5/ 1989
[WL]: Spielzeitauftakt mit >>Brut<< des jungen Autors Zschokke. "Freizeitmagazin", Göttingen, 28.9.1989


c) Zürcher Aufführung

Achermann, Erika: Piratenleben, wie es scheint. "Tages-Anzeiger", Zürich, 3.1.199o
Augustin, Sonja: Buntes Seemannsgarn mit wenig Tiefgang. "Neue Zürcher Nachrichten", 6.1.199o
Bischof, Hugo: <<Ach, wir zerschellen an uns >>. "Luzerner Tagblatt", 6.1.199o
Caduff, Corina: Eine harmlose Piraten-Metapher. "Der Zürcher Oberländer", Wetzikon, 3.1.199o
Fässler, Günther:Ein einziger hat das Zeug zur Piraterie. "Luzerner Neuste Nachrichten", 3.1.199o; ders.: Im Schwamm über ein Meer von Sehnsucht. "Oberländer Tagblatt", Sargans, 3.1.199o
Grieder, Walter: Wenn Träume und Illusionen bersten. "Zürcher Unterländer", Bülach, 4.1.199o
Kraft, Martin: Eine absurde Seeräuber-Geschichte. "Der Landbote", Winterthur, 3.1.199o; ders.: Welträtsel im karibischen Sumpf. "Zürichsee-Zeitung", Stäfa, 3.1.199o
Lang, Guy: Piraten dümpeln vor sich hin. "Tagblatt der Stadt Zürich", 6.1.199o
Loepfe, Koni: Vor allem ein Augenschmaus. "Volksrecht", Zürich, 3.1.199o
Mattenberger, Urs: Märchenhafte Abenteuer ohne Perspektive. "Badener Tagblatt", 3.1.199o
Peter, Charlotte: Die Morde kommen leichtfüßig einher. "Züri-Woche", Glattbrugg, 4.1.199o
Plessing, Irene von: Konturenlose Figuren in <<Brut>> am Neumarkt-Theater. "Aargauer Volksblatt", Aarau, 5.1.199o
Stierli, Heinz: Per Schiff voller Sehnsucht Richtung Sehnsucht. "Basler Volksblatt", 3.1.199o; "Vaterland", Luzern, 3.1.199o
Terry, Thomas: Auf den Flügeln der Phantasie. "St. Galler Tagblatt", 9.1.199o
Tresch, Christine: Absurd? Absurd! "Die Wochenzeitung", Zürich, 26.1.199o
Weber, Lilo: Zahme Piraten, weich gepolstert. "Berner Zeitung", 6.1.199o
Willmann, Birgitta: <<Brut>>- Piraten zwischen Leere und Langeweile. "Sonntagszeitung"", Zürich, 31.12.1989
[amü.] (=Müller, Adrian): Nachdenkliche Piraten. "Neue Zürcher Zeitung", 3.1.199o
[rst] (=Stumm, Reinhardt): Leuchtendes Meer und Piratenliebe: Zschokkes "Brut" in Zürich. "Basler Zeitung", 2.1.199o


d) Hamburg-Berliner Aufführung

Barz, Paul: Ein Autor als Regisseur. "Welt am Sonntag", Hamburg, 21./22.9.1991; ders.: Piratenbrut und Heidentänze. "Trierischer Volksfreund", 8.1o.1991
Bohn, Ulla: Piratenschiff voller Neurosen. "BZ", Berlin, 1o.1o.1991
Bombeck, Nataly: Piratenstück mit viel Poesie. "Bild" [Hamburg-Ausgabe], Hamburg, 3o.9.1991
Burkhardt, Werner: Von Inseln und Meeren. "Süddeutsche Zeitung", München, 1.1o.1991
Goldberg, Henryk: Dümpeln im Flachwasser, und alle grübeln mit. "Spandauer Volksblatt", Berlin, 1o.1o.1991
Hablützel, Niklaus: Ein Autor ohne Regisseur. "die tageszeitung", Berlin, 3o.9.1991
Hofmann, Isabelle: Bizarres Werk aus Witz und Wahn. "Hamburger Morgenpost", 3o.9.1991
Kleinert, Lore: Was Frauen alles erleben dürfen. "die tageszeitung", Berlin, 2.1o.1991
Kohls, Mareile: Piraten-Brut. "Prinz" [Hamburg-Ausgabe], Hamburg, Nr. 1o/ Oktober 1991
Laages, Michael: Etwas Filigranes über Seeräuberei. "Hamburger Rundschau", 19.9.1991; ders.: Das wilde ferne Bild im Kopf. A.a.O., 2./3.1o.1991
Lange, Mechthild: Poetische Ansprüche- uneingelöst. "Frankfurter Rundschau", 2./3. 1o.1991
Michaelis, Rolf: Grübelnde Piraten, lebende Iren. "Theater heute", Zürich, Nr.11/ 1991
Nellissen, Monika: Ein Pirat steckt doch in jedem von uns. "Die Welt" [Hamburg-Ausgabe], Hamburg, 25.9.1991
Oehmsen, Susanne: "Brut"- ein zu langatmiges Piraten-Stück auf Kampnagel. "Elmshorner Nachrichten", 3o.9.1991
Pees, Matthias: Philosophenkahn statt Piratenboot. "Neue Osnabrücker Zeitung", 2.1o.1991; dass. u.d.T.: Piraten sind Dünnhäuter. "Mecklenburger Aufbruch", Schwerin, 16.1o.1991
Penzlin, Dagmar: Wenn Piraten Liebe fehlt. "Winsener Anzeiger", 5.1o.1991
Rehder, Mathes: Scheherazades kleiner Bruder. "Hamburger Abendblatt", 29.8.1991; ders.: Sehnen, sehnen- und kein Ausweg. A.a.O., 3o.9.1991
Reich, York: Erst spritzig, dann trocken. "die tageszeitung", Berlin, 11.1o.1991
Schmidt-Missner, Jürgen: Mit Piraten im Kreisverkehr. "Nürnberger Nachrichten", 1.1o.1991
Tomerius, Lorenz: Hebbel-Theater: Wieder einmal ist ein Fliegender Holländer gestrandet. "Berliner Morgenpost", 1o.1o.1991
Warnecke, Kläre: Piraten auf einer Hühnerleiter. "Die Welt", Hamburg, 3o.9.1991
Wirsing, Sibylle: Piraterie zwischen Sein und Nichtsein. "Der Tagesspiegel", Berlin, 1o.1o.1991
Witzeling, Klaus: "Ich will das Brenzlige". "Hamburger Morgenpost", 26.9.1991
[aro] (=Roßmann, Andreas) im "Frankfurter Allgemeine Magazin", Nr.6o4, 27.9.1991
[m.v.] in "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 8.1o.1991



e) Genfer Aufführung

Collet, Francine: Des pirates désenchantés partent à l'abordage avec beaucoup de souffle. "Le Courrier", Genf, 2o.1.1993
Fabbri, Sandrine: Quand les pirates noient le poisson. "Journal de Genève et Gazette de Lausanne", 18.1.1993
Fabrycy, Isabelle: Les naufragés du plaisir. "Le Matin", Lausanne, 13.1.1993
Musy, Gilbert: Matthias Zschokke/ Le spécialiste des <<délicatesses rares>>. "Journal de Genève et Gazette de Lausanne", 16./17.1.1993
Olivier, Jean-Michel: Le Poche prend le large. "La Suisse", Genf, 19.1.1993
Pralong, Michèle: Un théâtre grave et comique. "Journal de Genève et Gazette de Lausanne", 16./17.1.1993
Savioz, Chantal: Un écrivain suisse aborde les pirates des mers du sud. "Tribune de Genève", 15.1.1993; dies.: Le Théâtre de Poche rêve de grande aventure et de piraterie. "Tribune de Genève", 18.1.1993; Le Théâtre de Poche donne dans la grande aventure et la piraterie. "24 Heures", Lausanne, 18.1.1993
[an.]: Ein Deutschschweizer in Genf. "Stehplatz", Bern, Nr.9/ Februar 1993
[F.CT] (= Collet, Francine): Dans le sillage des pirates. "Le Courrier", Genf, 15.1.1993



f) Dortmunder Aufführung

Berke, Bernd: Piraten bei Windstille. "Westfälische Rundschau", Dortmund, 15.4.1996
Heitmann, Christoph in "Radio 91,2", Dortmund, 15.4.1996
Keim, Stefan: Piratenbrut bei flauer Brise. "Westfalenpost", Hagen, 15.4.1996
Kentrup, Roland: Brut. "Theater-Magazin", Dortmund, April 1996
Link, Günter: Zur Theaterkritik von "Brut" im Schauspielhaus -Ohne Herztropfen und Magentabletten! "Stadtanzeiger", Dortmund, 15. Mai 1996
Peiseler, Christian: DORTMUND: Alle begehren Pippi Langstrumpf. "Theater heute", Seelze, Nr.6/1996
Schnettler, Silke: Leben in der Konservendose. "theater pur", Essen, Nr.5/ Mai 1996
Schrahn, Martin: "Brut"-Piraten im Redestreß. "Ruhr-Nachrichten", Dortmund, 15.4.1996
Stiftel, Ralf: Die Piraten sind müde. "Westfälischer Anzeiger", Hamm, 16.4.1996
Widow, Anke: Piraten ohne Zukunft schippern im Kreis. "Stadtanzeiger", Dortmund, 17.4. 1996
Wiegers, Annegret: Wunschträume auf hoher See. "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", Essen, 16.4.1996
[an.]: Meuterei im Schauspielhaus. "Theater-Zeitung", Dortmund, Nr.4/1996
[an.]: "Brut" erzählt von zerronnenen Träumen. "Ruhr-Nachrichten", Dortmund, 1o.4.1996
[JG]: Piraten erobern Schauspielhaus. "Westfälische Rundschau", Dortmund, 1.4.1996
[sk] (=Keim, Stefan): Das triste Alltagsleben der Piratinnen. "Westfalenpost", Hagen, 11.4.1996
[wi] (= Wiegers, Annegret): Vom langweiligen Piratenalltag. "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", Essen, 11.4.1996



Der wilde Mann

Acklin, Claudia: Kleine Leute, kühl und distanziert beobachtet. "Tages-Anzeiger", Zürich, 2o.1.1989 [Sammelartikel]; dies. und Furler, Andreas: <<Die Darstellungskunst ist eine schwebende Angelegenheit>>. A.a.O., 9.8.1989 [Sammelartikel]
Badan, Marco: La tournée del cinema svizzero. "Quotidiano", Bioggio, 8.2.1989 [Sammelartikel]
Blöchinger, Brigitte: Schlafmangel mit Stilüberfluß. "Der Zürcher Oberländer", Wetzikon, 9.1.199o
Charlot: Zürcher Filmstenogramm - Der wilde Mann. "Zürichsee-Zeitung", Stäfa, 12.1.199o
Dättwyler, Tommy: Rückblick auf die 24. Solothurner Filmtage. "Aargauer Volksblatt", Aarau, 27.1.1989 [Sammelartikel]
Dusek, Barbara: Wahnsinn und Normalität. "Ostschweizer AZ", St. Gallen; "Schaffhauser AZ"; "Volksrecht", Zürich; "Winterthurer AZ", 4.1.199o
Eichenlaub, Hans M.: Gute Filme und aufdringliche, fragwürdige Sponsorenpolitik. "Aargauer Tagblatt", Aarau; "Brugger Tagblatt"; "Freiämter Tagblatt", Wohlen, 2o.8.1988 [Sammelartikel]; ders.: Eine Torte mit doppeltem Boden. "Bündner Zeitung", Chur, 8.1.199o
Gächter, Christoph: Keine Krise beim Dokumentarfilm. "Vorwärts", Basel, 2.2.1989 [Sammelartikel]
Glur, Beat: Die Zukunft des Schweizer Spielfilms hat begonnen. "Berner Zeitung", 19.1.199o [Sammelartikel]
Guardo, Alfio di: Place au cinéma suisse. "La Liberté", Fribourg; "Le Courrier", Genève, 27.4.1989 [Sammelartikel]
Hermann, Ludwig: Der wilde Mann. "Biel-Bienne", 16.11.1989
Hickethier, Knut: Schweizer Realismus. "epd/ Kirche und Rundfunk", Frankfurt/ Main, Nr.6/ 25.1.1989
Horstmann, Ulrich: Kopf einziehen. "Kölner Stadt-Anzeiger", 19.1.1989
Isler, Thomas: Zeitgeist- vielzitierter Gast in Solothurn. "Badener Tagblatt", 28.1.1989 [Sammelartikel]
Kalberer, Guido: Einbruch der Dunkelheit. "Limmat Zeitung", Dietikon, 26.1.1989 [Sammelartikel]; ders.: Der unheimlich Ungeborgene. A.a.O., 4.1.199o
Katz, Anne-Rose: Älper-Alptraum. "Süddeutsche Zeitung", München, 19.1.1989
Kessler, Mark: Der Mensch braucht eine Notwendigkeit. "Freiburger Nachrichten", Freiburg/ Schweiz, 2o.8.1988 [Sammelartikel]
Koll, Hans Peter (Hg.): Lexikon des Internationalen Films 1989/9o. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1991
Kopka, Christiane: Das grauenvolle Dorf. "Westfälische Rundschau", Dortmund, 19.1.1989
Kradolfer, Edi: Vorsichtiges Aufspüren von Wirklichkeit. "zoom", Bern, 17/1988 [Sammelartikel]
Malach, Viera: Ein [!] Hommage an den <<Wilden Mann>> ins [!] Ins. "Bieler Tagblatt", 25.11.1989
Morace, Mariano: Il cinema svizzero alle Giornate cinematografiche di Soletta. "Azione", Lugano, 26.1.1989 [Sammelartikel]
Münzel, Guido: Von Gewohnheiten und Galanteriewaren. "Berner Zeitung", 1.3.1989; ders., Dramatisch-schelmisches Lustspiel, ebd.; ders.: Im Schweizer Film gibt es wieder Inhalte. A.a.O., ?.1.1989 [Sammelartikel]
Oberholzer, Niklaus: Ein altes Häuschen in Emmen brücke. "Vaterland", Luzern, 2o.1.1989 [Sammelartikel]
Perret, Jean: Dernière nuit à l'auberge. "Journal de Genève"; "Gazette de Lausanne",28.1.1989
Prisi, Elsbeth: Der wilde Mann. "zoom", Bern, Nr.6/1989
Ramer, Angelika: Nur ein Schweizer Regisseur erhielt eine Auszeichnung. "Ostschweizer AZ", St.Gallen; "Schaffhauser AZ"; "Volksrecht", Zürich; "Winterthurer AZ", 16.8.1988 [Sammelartikell
Rauber, Reto: Vom Theaterbesucher zum Filmstar. "Zofinger Tagblatt", 14.1.1989
Rederlechner, Hp.: Kleine Fluchten und grosse Reisen. "Grenchner Tagblatt", 16.8.1988 [Sammelartikel]
Richter, Robert: Auf Distanz zur Schweiz? "Tele", Zürich, 3o.1.1989 [Sammelartikel]; ders.: Verspielte, skurrile und spannende Spielfilme. "Bieler Tagblatt", ?.1.1989 [Sammelartikel]
Rohrbach, Stefan: Sonderbares geschieht in Ins. "Bieler Tagblatt", 18.11.1989
Schelbert, Corinne: Eine <<Erfolgsgeschichte>> mit einigen Knicks. "Tages-Anzeiger", Zürich, 15.8.1988 [Sammelartikel]
Schertenleib, Christof: Wo Schmetterlinge zu Leoparden werden. "Die Presse", Wien, 2o./ 21.8.1988 [Sammelartikel]
Schödel, Helmut: Schön war die Zeit. "Die Zeit", Hamburg, 43.Jg./Nr.45, 4.11.1988 [Sammelartikel]; ders.: Mann im Moos. A.a.O., 44.Jg./Nr.3, 13.1.1989
Simon-Zülch, Sybille: Absurde Wirklichkeit. "die tageszeitung", Berlin, 19.1.1989
Volonterio, Guglielmo: <<Grand Hotel>> svizzero-tedesco. "Corriere del Ticino", Lugano, 2o.1.1989
Wiegand, Wilfried: Das Ende einer Dienstreise. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 19.1.1989
Zaugg, Fred: Bedenkliches und Heiteres. "Der Bund", Bern, 2o.1.1989 [Sammelartikel]
[ar.] (=Ramer, Angelika): Man erlebt fast absurdes Theater. "Schaffhauser AZ", 7.12.1988
[Boe.] (=Boesiger, Johannes): Die Zeit der Konsolidierung. "Neue Zürcher Zeitung", 19.8.1988 [Sammelartikel]
[bre.] (=Brehm, Walter): <<Till>> (k)ein Baby-Film und der <<Wilde Mann>> ist (nur) ein Hotel. "Thurgauer Zeitung", Frauenfeld; "Bischofszeller Zeitung", 17.8.1988 [Sammelartikel]
[dlw.] (=Weber, Daniel): Die wilde Nacht im <<Wilden Mann>>. "Neue Zürcher Zeitung", 21.1.1989; ders.: <<Der Wilde Mann>> im Zürcher Filmpodium. A.a.O., 5.1.199o
[Edna.]: Der Wilde Mann. "Variety", New York, 31.8.1988
[gim.]: <<Der wilde Mann>> - Eigenwillig. "züri-tip", Zürich, 5.1.199o
[lr]: <<Der Wilde Mann>>. "Zürcher Student", 8.1.199o
[ml]: Preise für Berner Filmschaffende. "Der Bund", Bern, 23.1o.1989
[mü.]: Matthias Zschokke - Meister der Ironie. "Basellandschaftliche Zeitung", Liestal, 12.1.199o
[mün]: Schelmische Parodie menschlichen Verhaltens. "Berner Zeitung", 15.11.1989
[nic.]: Ein eher kompliziertes Landleben. "Zofinger Tagblatt", 21.1.1989
[pm]: Telekritik - Der wilde Mann. "Badisches Tagblatt", 19.1.1989



Piraten

Fässler, Günther: Brut über einem Eulenspiegelei im Piratennest. "Der Landbote", Winterthur, 23.3.1991; dass. u. d. T.: Ein Kuckucksei im Piratennest. "Bündner Zeitung", Chur, 1.5.1991
Geisel, Sieglinde: Windstille Prosa. "Die Wochenzeitung", Zürich, 12.7.1991
Grunder, Hans-Ulrich: Der lustvolle Drang in die Ferne", "Bieler Tagblatt", 13.4.1991 [Sammelartikel]
Helbig, Carmen: Matthias Zschokke/ Piraten. "Journal Frankfurt", 25.1o.1991
Höpfner, Niels im "Deutschlandfunk", Köln, 1.4.1991 [Interview]; Teilabdruck (Der melancholische Pirat): "tip", Berlin, Nr.15/ 1991; ders.: Am Abend vorgestellt: Matthias Zschokke- Piraten. "Westdeutscher Rundfunk", Köln, 9.9.1991
Huber, Christine: So lustig und spannend war Literatur noch selten. "Berner Zeitung", 17.4.1991
Jokostra, Peter im "Rias", Berlin, 3o.4.1991
Kalberer, Guido: Alles findet auf der Bühne statt. "Tages-Anzeiger", Zürich, 7.8.1991
Kraft, Martin: Erinnerungen an ein Theaterstück. "Schweizer Feuilletondienst", Zürich, 28.5.1991 [Typoskript]; "Rheintalische Volkszeitung", Altstetten, 26.6.1991
Mack, Gerhard: In der Werkelwelt. "Stuttgarter Zeitung", 3.5.1991
Mazenauer, Beat: Lethargische Piraten dümpeln über Pappmeere. "Nidwaldner Volksblatt", 2o.6.1991; ders.: Kaperfahrten auf den grossen Gefühlen. "Zürichsee-Zeitung", Stäfa, 2.1.1992
Mittag, Susanne: Lese-Abenteuer. "BuchJournal", Frankfurt/ Main, Nr. 1/1991
Mohr, Peter: Lächerliches vom Kulturbetrieb. "Spandauer Volksblatt", Berlin, 16.6.1991
Pulver, Elsbeth: Ernsthafter Unernst. "Neue Zürcher Zeitung", 13.6.1991
Quirchmayr, Erwin: Chaos aus Prinzip. "AZ- Unabhängige Tageszeitung", Wien, 21./22.9.1991
Reinacher, Pia/ Vogler, Heini in "Radio DRS", Basel, 13.3.1991; dies./ Zschokke, Matthias: Zusammenklang nach den dubiosen Regeln der Empfindungswelt [Briefwechsel mit Autoren III: Über Matthias Zschokkes <<Piraten>>]. "Basler Zeitung", 12.4.1991
Ruhnau, Uwe-Jens: Ein Piratenstück. "Westdeutsche Zeitung", Düsseldorf, September 1991 [Beilage: Literatur-Zeitung]
Schafroth, Heinz F.: Dass einem ganz metaphorisch zumute wird... . "Basler Zeitung", 28.1o.1989
Schattenhofer, Monika: Ein stilles Durcheinander. "Frankfurter Rundschau", 3o.3.1991
Schlodder, Holger: Auf trüben Gewässern dahingedümpelt. "Hannoversche Allgemeine Zeitung", 25.5.1991
Schödel, Helmut: Gestern Pirat, heute privat- Zschokke über das Ende der Abenteuer. "Die Presse", Wien, 16./17.3.1991; ders. im "Norddeutschen Rundfunk", Hannover, 5.5.1991
Schulze, Karin: Die Räuberpistole geht nach hinten los. "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt", Hamburg, 9.8.1991
Schulze-Reimpell, Werner: Witz und Witzchen. "Nürnberger Nachrichten", 18.4.1991
Staudacher, Cornelia: Berliner Blau im wilden Norden. "Der Tagesspiegel", Berlin, 17.3.1991
Ueding, Gert: Schrott am Plötzensee oder Wie komme ich auf den Ararat? "Die Welt" Hamburg, 24.4.1991 [Sammelartikel]
Vogler, Heini: Siehe Reinacher, Pia
Wahlster, Barbara im "Süddeutschen Rundfunk", Stuttgart, 25.7.1991 [Interview]
Wiesner, Herbert: Lebensläufe kapern. "Süddeutsche Zeitung", München, 11./12.5.1991
Winkels, Hubert: Piraten und Seifenblasen. "Die Zeit", Hamburg, 46.Jg./Nr.18, 26.4.1991
Wördemann, Raimund in der "Deutschen Welle", Köln, 19.11.1991
Zulauf, Jochen im "Sender Freies Berlin", 24.4.1991
[an.]: Katz- und Maus-Spiel mit der Leseerwartung. "Berner Tagwacht", 6.4.1991; dass. [gl]: "Bündner Tagblatt", Chur, 13.5.1991
[an.]: Die rosaroten Korsaren. "Sibylle", Leipzig, Nr.6/1991
[C.C.] (=Cornu, Charles): Das Leben schreibt nicht, es wetzt ab. "Der Bund", Bern, 16.3.1991
[np]: "Hochgespülte Sonderlinge". "Der Schweizer Beobachter", Glattbrugg, 27.9.1991



Die Alphabeten

a) Berner Uraufführung

Achermann, Erika: <<Lieber falsch leben als richtig sterben>>, "Tages-Anzeiger", Zürich, 27.9.1994
Bergen, Stefan von: Die <<Alphabeten>> finden vor lauter Gerede keine Worte. "Berner Zeitung", 22.9.1994; ders.: Verspielte Vertonung einer Wortpartitur. A.a.O., 27.9.1994
Dubois, Ursula: Macher und Gemachte. "Stehplatz", Bern, September 1994
Eichmann-Leutenegger, Beatrice: Gefährdung des Künstlers. "Luzerner Zeitung", 27.9.1994
Fässler, Günther: Verschwindende Pfütze im Wörtermeer. "Bündner Zeitung", Chur, 28.9.1994; ders.: Die Pfütze im Wörtermeer. "Luzerner Neuste Nachrichten", 27.9.1994
Fellenberg, Walo von: Eine Frau wehrt sich! "Blick", Zürich, 27.9.1994
Genre, Heide in "next/ SRG", Zürich, 25.9.1994 [TV-Bericht]
Halter, Martin: Ohne Preis keine Kunst. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 28.9.1994
Höpfner, Niels: Aus dem Buch des (Kultur-) Lebens. "Theater der Zeit", Berlin, 49. Jg./Nr.6, November/ Dezember 1994
Inan, Cihan: Bewundernswerte Allerweltsweisheiten. "Berner Tagwacht", 29.9.1994
Linsmayer, Charles: Das Theater als Riesenspielzeug. "Der Bund", Bern, 24.9.1994 [Interview mit Matthias Zschokke]; ders.: <<Wir leben nicht, wir spielen lebendig>>. A.a.O., 27.9.1994
Maurer, Roland: Alles komisch, alles tragisch, alles egal. "Berner Woche" Nr.221/ 1994 [Beilage des "Bund"]; ders.: Ein skurril-hintergründiges Stück. "Solothurner Zeitung"; "Grenchner Tagblatt"; "Langenthaler Tagblatt"; "Berner Rundschau", Langenthal; "Der Zürcher Oberländer", Wetzikon, 27.9.1994
Mack, Gerhard: Aufbruch und Erstarrung. Neue Schweizer Dramatik. "Die Deutsche Bühne", Zürich, 63. Jg., Nr.1/1992 [Sammelartikel]
May, Nicola in Programmheft Heft 51 Die Alphabeten. "StadtTheater Bern" 1994/95
Moser, Samuel: Preisverleihung im Himmel: Ein Schurke- herrlich! "Süddeutsche Zeitung", München, 29.9.1984
Peternell, Svend: Ohne traumwandlerische Sicherheit. "Berner Oberländer", 27.9.1994
Reich, Richard: Das Ich in der Flasche. "Neue Zürcher Zeitung", 28.9.1994
Richard, Christine: Der Dichter als Ausdenker. "Theater heute", Velber, Nr.1/ 1995
Schanda, Susanne: <<Ich denke beim Schreiben an Bühnenrealität>>. "Berner Zeitung", 22.9.1994 [Interview mit Matthias Zschokke]
Stebler, Beatrice in "1o vor 1o/ SRG", Zürich, 23.9.1994 [TV-Interview]
Stumm, Reinhardt: Nur Darstellung, Lebensdarstellung. "Basler Zeitung", 27.9.1994
Tresch, Christine: Gefallene Engel. "Die Wochenzeitung", Zürich, 3o.9.1994
Wenner, Hildegard im "DeutschlandRadio", Köln, 26.9.1994
Zimmermann, Marie-Louise: Kultur ist kein Zuckerschlecken. "Cash", Zürich, Nr.39/3o.9.1994
[an.]: Die Alphabeten. "Prolog", Bern, Nr.1/ September 1994
[an.]: <<Die Alphabeten>> von Matthias Zschokke. "Berner Woche" Nr.219/ 1994 [Beilage des "Bund"]
[hel.]: Eine Inszenierung ohne Biss. "Aargauer Tagblatt", Aarau; "Brugger Tagblatt"; "Freiämter Tagblatt", 27.9.1994
[svb]: Nur ein Theater. "Berner Zeitung", 22.9.1994



b) Berliner Aufführung

Baschleben, Klaus: Hinter der Rede herrscht Sprachlosigkeit. "Berliner Zeitung", 18.1o.1994
Ebert, Gerhard: Wenn Talent sich nicht anpaßt. "Neues Deutschland", Berlin, 24.1o.1994
Göpfert, Peter Hans: Lorbeer für die Kommissarin. "Die Welt", Berlin, 18.1o.1994
Grack, Günther: Seiltanz auf Spinnfäden. "Der Tagesspiegel", Berlin, 18.1o.1994
Hackenberg, Dorothee: Die Alphabeten. "Die Woche", Hamburg, 27.1o.1994
Höpfner, Niels: Siehe Berner Uraufführung
Huser, Karin: Viel Lob für Zschokkes deutsche Erstaufführung. "Berner Zeitung", 19.1o.1994
Kohse, Petra: In Komik verschieden. "die tageszeitung", Berlin, 2o.1o.1994
Kroekel, H.: Die Sprechblasen der "Alphabeten": Selbst der Regisseur hatte Probleme. "Berliner Kurier", 18.1o.1994
Löffler, Sigrid: ...wir leben nicht, wir spielen lebendig... . In: STÜCKE '95. Hg. vom Kulturamt der Stadt Mülheim an der Ruhr, 1995
Nümann, Dirk: Mhm, jaja, mhm. "Junge Welt", Berlin, 19.1o.1994
Oesterreich, Volker: Von A bis Z perfekt: "Die Alphabeten". "Berliner Morgenpost", 18.1o.1994
Paul, Gerold: Wenn es nur gut unterhält. "Märkische Allgemeine", Berlin, 26.1o.1994
Ritter, Heinz im "Sender Freies Berlin", 17.1o.1994
Rhode, Carola im "Sender Freies Berlin", 23.1o.1994
Tomerius, Lorenz: Eine Breitseite gegen den Kulturbetrieb. "Berliner Morgenpost", 16.1o.1994 [Interview mit Matthias Zschokke]
Wengierek, Reinhard: Wenn der dicke Hintern alles erstickt. "Hannoversche Allgemeine Zeitung", 2o.1o.1994
Wiegenstein, Roland H.: Randständige Begabung. "Frankfurter Rundschau", 27.1o.1994
Wille, Franz: Schreiben, wählen, sehen. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 18.1o.1994
[an.]: Die hochgebildeten Furzer. "Der Tagesspiegel", Berlin, 22.9.1994
[A.R.] (=Reber, Annette): Die Alphabeten. Programmheft des "Deutschen Theaters", Berlin, 112. Spielzeit 1994/95
[sam]: Wir leben nicht, wir spielen lebendig. "BZ", Berlin, 18.1o.1994
[F.W.] (= Wille, Franz): Der Dichter als Ausdenker. "Theater heute", Velber, Nr.1/1995



Der reiche Freund

a) Berliner Stückemarkt

Funke, Christoph: Heiteres Scheitern. "Der Tagesspiegel", Berlin, 14.5.1994
Gwalter, Maja E.: Lebensarchitektur, Traumerfüllung? "Neue Zürcher Zeitung", 2o.5.1994
Nayhauß, Dirk von: "Der reiche Freund" beim Stückemarkt. "Berliner Morgenpost", 14.5.1994
Schmidt-Mühlisch, L.: "Der reiche Freund" und die "Brennende Finsternis". "Die Welt", Berlin, 14.5.1994 [Sammelartikel]



b) Hannoversche Uraufführung

App, Volkhard im "Nordeutschen Rundfunk", Hannover, 19.3.1995
Barth, Siegfried: Die starke Sprache geht mit dem "Reichen Freund" im Pool baden. "Neue Presse Hannover", 2o.3.1995
Berndt, Hans: Eine anämische Gesellschaft. "Handelsblatt", Düsseldorf, 24./25.3.1995; ders. : Ein abgestorbener Held: Kein Platz für Tasso? "Main-Echo", Aschaffenburg, 3o.3.1995
Corinth, Ernst: Die große Langeweile im Feuchtbiotop. "Hannoversche Allgemeine Zeitung", 2o.3.1995; ders.: Panoptikum der Dekadenz. "Weser-Kurier", Bremen, 21.3.1995
Fischer, Ulrich: Zu lang und zu lyrisch. "Südkurier", Konstanz, 22.3.1995
Hammerthaler, Ralph: Szenen rund um ein Bassin. "Süddeutsche Zeitung", München, 22.3.1995
Jasper, Martin: Auf Flügeln der Illusion ins Frustschloß. "Braunschweiger Zeitung", 31.3.1995
Krumbholz, Martin: THEATER I - Der reiche Freund. "Die Woche", Hamburg, 31.3.1995
Kunitzsch, Michael: Die Beschäftigungen des reichen Mannes. "Neue Zürcher Zeitung", 25./ 26.3.1995
Lenze, Sabine: "Der reiche Freund": Dialoge so flach wie der See. "Bild", Hannover, 22.3.1995
Löffler, Sigrid: Ja, die Armut des Reichen. "Basler Zeitung", 2o.3.1995
Piontek, Peter: Suche nach den Textritzen. "Hannoversche Allgemeine Zeitung", 16.3.1995
Roßmann, Andreas: Architektur macht nicht glücklich. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 22.3.1995
Schulze-Reimpell, Werner: Kein Glück im Schloß. "Frankfurter Rundschau", 22.3.1995
Warnecke, Kläre: Bunker, aus denen kein Schrei nach außen dringt. "Die Welt", Berlin, 2o.3.1995 [Sammelartikel]
Wille, Franz: Flaschenpost im Nirgendwo. "Theater heute", Velber, Nr.5/1995
Zschau, Mechthild im "Norddeutschen Rundfunk", Hannover, 19.3.1995



c) Moerser Aufführung

Bernrieder, Irmgard: Als wäre der andere gar nicht da. "Rheinische Post", Düsseldorf, 17.6.1995
Hennrich, Lutz: Geld oder Glück. "theater pur", Essen, Nr.7/8, Juli/ August 1995
Metzner, Günther: Öde End-Zeit. "NRZ" ("Neue Rhein Zeitung/ Neue Ruhr Zeitung"), Essen, 19.6.1995
Platzeck, Wolfgang: Im Wartesaal der Hoffnung. "Westdeutsche Allgemeine Zeitung", Essen, 26.6.1995
Schulze-Reimpell, Werner: Moers: Hunold, der Unhold? "Theater heute", Velber, Nr.8/1995



Der dicke Dichter

Allemann, Urs: Irgendwie verloren aufgeräumt. "Basler Zeitung", 26.5.1995
Bättig, Joseph: Dicker Dichter, schlanker Grossstadtroman. "Luzerner Zeitung", 29.7.1995
Bussmann, Rudolf: Abgründiges Lächeln. "drehpunkt", Basel, Nr.92/ August 1995
Cornu, Charles: Glanz und Elend der Grossstadt. "Der Bund", Bern, 29.4.1995
Graf, Hansjörg: Vor dem Ruhestand. "Süddeutsche Zeitung", München, 15./16.7.1995; ders. im "Westdeutschen Rundfunk", Köln, 15.8.1995
Hetzel, Peter M.: Das Leben als ein Provisorium. "Schweizer Illustrierte", Zürich, Nr.64/ 1995
Höpfner, Niels: Gute Nacht, Welt!/ Matthias Zschokke/ Der dicke Dichter. "Laubacher Feuilleton", München-Schwabing, Nr.17/1996
Kleßmann, Eckart: Dicker Dichter. "Frankfurter Allgemeine Zeitung", 7.12.1995
Kraft, Thomas: Konfus und flüchtig. "Der Tagesspiegel", Berlin, 7.3.1996
Luchsinger, Martin: Alte Leiden. "Tages-Anzeiger", Zürich, 31.5.1995
Magenau, Jörg: Chemnitz ist überall. "Freitag", Berlin, Nr.1o/ 1.3.1996 [Sammelartikel]
Matt, Beatrice von: Vom Ächzen der umklappenden Jahre. "Neue Zürcher Zeitung", 9.6.1995
Schneider, Peter P.: Murmelspiel. "Züri-Tip", 25.5.1995
Sitzler, Susann: Berlin in einem reinen Klang. "Stehplatz", Bern, Dezember 1995
Spiegelberg, Sven: Der erschreckende Stumpfsinn des Alltäglichen. "Badener Tagblatt"; "Bremgarter Tagblatt"; "Freiämter Nachrichten"; "Fricktaler Tagblatt", 7.1o.1995
Steinert, Hajo: "Döblin, dringend gesucht!". Berlin-Romane der neunziger Jahre [Sammelaufsatz]. In: Christian Döring (Hg.), Deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Wider ihre Verächter. Frankfurt: Suhrkamp 1995
Voith, Helmut: Mit Literaturbüffet an Bord. "Schwäbische Zeitung", Leutkirch, 22.5.1995 [Sammelartikel]
Wallmann, Hermann: Betrachtungen aus der Weltereignisstadt. "Frankfurter Rundschau", 11.1o.1995
Zimmermann, Curt: Die Entdeckung des Nichts-Tuns. "Blick", Zürich, 5.8.1995
[an.]: Unterm Sprachmikroskop: Matthias Zschokke. DER DICKE DICHTER.
"Focus", München, Nr.11 /1996
[eva]: Den Geruchssinn verloren. "Badische Neueste Nachrichten", Karlsruhe, 18.12.1995
[E.W.]: Die Oberfläche des Gewöhnlichen - Lebensprotokolle eines dicken Dichters. "Bücherpick", Urtenen, Nr.9/1995
[opi]: Noch nie ein Buch geschrieben. "Südkurier", Konstanz, 23.5.1995 [Sammelartikel]



Anmerkung: Keine Bibliographie ist vollständig. Die vorliegende dürfte immerhin mehr als 95% aller bisherigen Veröffentlichungen über Matthias Zschokke umfassen.
Die Kritikensammlung, deren Ausführlichkeit hypertroph erscheinen mag, will auch Glanz & Elend der gegenwärtigen publizistischen Rezeption aufzeigen. Selbst die unzulänglichste Kritik stellt einen Mosaikstein dar für die Genese von Künstlertum in der Öffentlichkeit, was so umfassend wie hier bislang kaum jemals rekonstruiert wurde oder werden konnte.

Stand: 31. Juli 1996 NH




















ZEITTAFEL








1954
29. Oktober: Matthias Zschokke als Sohn des Diplom-Ingenieurs Wolf Zschokke (1921-1986) und seiner Ehefrau Margrit, geb. Hirsig (*1916) in Bern geboren; 1955 ff.: aufgewachsen in Umiken (Kanton Aargau), Brugg und (ab 1966) Ins

1961-1969
Grundschulbesuch

197o-74
Gymnasium in Biel; Abitur; Militärdienst in Frauenfeld

1974-1977
Schauspielschule in Zürich

1977-198o
Engagement als Schauspieler am Schauspielhaus Bochum; Intendanz: Peter Zadek; Lew Bogdan

198o
August: Übersiedelung nach Berlin (damals: Westberlin)

1981
14. November: Erstes Zeitungsinterview ("Bieler Tagblatt") und erstes Porträt als Autor ("Der Bund"/ Bern); 22. November: Robert-Walser-Preis der Stadt Biel und des Kantons Bern für Max

1982
Februar: Max, Paul List Verlag; 2o. Juli: Beginn eines Briefwechsels mit Niels Höpfner

1983
Stipendium des Deutschen Literaturfonds

1984
Februar: Prinz Hans, Paul List Verlag; Dezember: Taschenbuchausgabe Max, Ullstein

1985
Dreharbeiten Edvige Scimitt

1986
März: ErSieEs, Paul List Verlag; 1o. Mai: Uraufführung Elefanten können nicht in die Luft springen, weil sie zu dick sind -oder wollen sie nicht- im "Theater zum westlichen Stadthirschen"/ Berlin, Regie: Werner Gerber; 15. Mai: Edvige Scimitt im ZDF/ Kleines Fernsehspiel; September: Preis der deutschen Filmkritik für Edvige Scimitt

1987
August: Taschenbuchausgabe Prinz Hans, Ullstein

1988
Dreharbeiten Der wilde Mann; schweizerisch-französische Buchausgabe von Max, Éditions Zoé; 18. November: Uraufführung Brut am Theater der Stadt Bonn, Regie: Kazuko Watanabe

1989
17. Januar: Der wilde Mann im ZDF/ Kleines Fernsehspiel; Wahl der Zeitschrift "Theater heute" zum besten Nachwuchstheaterautor des Jahres 1989; 21. Oktober: Berner Filmpreis für Der wilde Mann; französische Buchausgabe von Max, Éditions Chambon

199o
Fortsetzung der Arbeit an Piraten

1991
Frühjahr: Piraten und Brut, Luchterhand; August/ September: Eigeninszenierung von Brut in Hamburg (Premiere: 26. September); 29. September: Förderpreis des Hans-Erich-Nossack-Preises

1992
Februar: Taschenbuchausgabe ErSieEs, Luchterhand; 8. November: Gerhart-Hauptmann-Preis für Die Alphabeten

1993
Januar: Schweizerisch-französische Buchausgabe von Brut, Éditions Zoé; Drehbuch Die 3 schönen Müller (unveröffentlicht und unrealisiert)

1994
24. August: Emil-Welti-Preis für Der reiche Freund; 25. September: Uraufführung Die Alphabeten am Berner Stadttheater, Regie: Oswald Lipfert; 1. Oktober: Deutsche Erstaufführung am "Deutschen Theater"/ Berlin, Regie: Rolf Winkelgrund/ Thomas Langhoff

1995
18. März: Uraufführung Der reiche Freund am Niedersächsischen Staatstheater Hannover, Regie: Hansjörg Betschart; Mai: Der dicke Dichter, Verlag Bruckner & Thünker; 7.Juni: STÜCKE-Förderpreis des Goethe-Instituts für Die Alphabeten

1996
April-Juli: Dreharbeiten und Schnitt Erhöhte Waldbrandgefahr; 12. August: Uraufführung beim Filmfestival in Locarno; 9. November: Aargauer Literaturpreis


  

***Erratum technicum: Bei sämtlichen Werktiteln 
ist die Kursivschreibung entschwunden; man 
imaginiere sie also oder reproduziere sie selbst.























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